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Schlesische
Notizen |
Auf
der FXPO 2000 in Hannover das alte falsche Lied. Man kann diesen Prospekt
Ein Besuch in polnischen Städten, dem Erbe der Geschichte und Kultur" in die
Hand gedrückt bekommen, herausgegeben von der Polnischen Agentur für
Touristenförderung. In diesem Prospekt heißt es über Breslau: Eine der ältesten
polnischen Städte liegt malerisch an der Oder und ist das wichtigste Industrie-, Handels,
Wissenschafts- und Fremdenverkehrszentrum im Südwesten des Landes". Die Behauptung
von einer der ältesten polnischen Städte" ist eine Lüge und damit eine
Geschichtsklitterung. So sprach und schrieb man in den Jahrzehnten des Kommunismus und des
mit ihm verbündeten Nationalismus. Wir befinden uns jetzt bereits im elften Jahr nach der
Wende, warum dann immer noch die gleiche Falschbehauptung! Wer protestiert dagegen?
Antwort: die das alles totschweigende Bundesregierung leider bestimmt nicht. |
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Die
Oder war schon immer eine Inspiration für ihre Anwohner und sie weckte bei ihnen
Achtung und Respekt vor ihrer hin und wieder aktiv werdenden Kraft", mit diesem Satz
beginnt ein Aufsatz des Landrates des Kreises Kandrzin-Cosel, Jözef Ginsman. Dann heißt
es: Die Verwirklichung und Förderung von Aufgaben um die Sicherung des Flusses, die
Wiederherstellung seiner transportwirtschaftlichen Bedeutung und die Hebung seiner
touristischen Aktivität sind in einer Entwicklungsstrategie festgeschrieben worden".
Dann wird das offizielle Programm für die Oder 2006" zitiert und für den
zwischen Ratibor und Oppeln gelegenen Landkreis Kandrzin-Cosel werden der Coseler
Knoten und modernes bewegliches Wehr" genannt. "Bisher konnten 1,6 km Deiche
modernisiert und 4,5 km neu gebaut werden. Es geht darum im Odergebiet ein kompaktes
Wasserwirtschaftssystem aufzubauen. Das bedeutet konkret den Bau eines Speicherbeckens bei
Ratibor und die Einrichtung natürlicher Poldergebiete und Flussdeiche. Weitere Aufgaben
des 'Programms für die Oder 2006' sind die Reinigung und Reinhaltung des Wassers, eine
schrittweise Entwicklung der Binnenschifffahrt und die Nutzung der Gewässerkraft als
Energiequelle". Zu wünschen und zu hoffen bleibt, dass die guten und notwendigen
Perspektiven für die Oder auch Realität werden! |
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Wo
bleibt das Schuldbekenntnis in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen,so
fragt Marianne Heuwagen in der Süddeutschen Zeitung". Der Kommentar ist einmal
mehr ebenso Besserwisserei wie schulmeisterliche Belehrung im Stile der modischen
political correctness, das heißt eines angeblich unbedingt zu befolgenden
Schuldbekenntnisses. In der Süddeutschen Zeitung" ist daher zu lesen:
Die Charta spiegelt die in der Nachkriegszeit weit verbreitete Verdrängung der
Kriegsschuld wider. Sie enthält kein Wort über die Ursachen des Krieges und der
Vertreibung." Damit nicht genug, auch der inzwischen zum Heiligen erklärte
seinerzeitige Bundeskanzler Willy Brandt wird in die heftige Kritik an der Charta (noch
keine Ablehnung, welch Wunder!) einbezogen: Wegen ihres Widerstandes gegen die
Ostpolitik (gemeint gleich dem gegenwärtigen Bundeskanzler die Ost- und
Entspannungspolitik Brandts) können die Vertriebenen heute die Charta nicht
uneingeschränkt als Vorreiter für die Einigung Europas bezeichnen." Man muss eben
wissen, was in den Köpfen da und dort wirr und bösartig durcheinandergeht. |
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Noch
vor der Konferenz von Potsdam(2. August 1945 Schlusstermin) wurden insgesamt etwa
400 000 Männer, Frauen und Kinder wie Vieh zusammengetrieben und in Gewaltmärschen über
die Flüsse gejagt." So war es in einem vom Westdeutschen Rundfunk, Alte und Neue
Heimat, gesendeten Bericht von Helga Hirsch zu hören. Die Polen haben lange Zeit
behauptet, vom Deutschen Reich nur das genommen zu haben, was ihnen die Siegermächte
zusprachen. Dass ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Tatsache ist, dass Polen selbst eine
treibende Kraft im Kampf um die neue Grenze wurde, noch bevor sie völkerrechtlich
festgelegt war. Gleich Anfang 1945 hatte Parteichef Wladyslaw Gomulka die Parole zur
Schaffung 'vollendeter Tatsachen' ausgegeben und damit grünes Licht für die Übernahme
des deutschen Ostens gegeben." |
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Bundeskanzler
Gerhard Schröder will kein Zentrum gegen Vertreibungen", wie
er dies zum Schluss seiner Rede auf dem Tag der Heimat in Berlin kund getan hat. Das
Erinnern an die Vertreibung ist erlaubt, welch Großzügigkeit!, aber nicht in einem
Zentrum gegen Vertreibungen" in der deutschen Hauptstadt. Das ist keine
Stellungnahme gegen das Erinnern. Wir haben dafür in Deutschland viele ausgezeichnet
ausgestattete Einrichtungen. Deshalb steht die Bundesregierung Plänen für eine
zusätzliche zentrale Gedenkstätte zurückhaltend gegenüber." Und gleichzeitig
unterbindet diese Bundesregierung die Pflege und Bewahrung der ostdeutschen Kultur! |
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Gerhart
Hauptmann im Oktoberprogramm des Ersten Fernsehens. Vor
Sonnenuntergang", 1932 in Berlin in der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt, wird
im Oktober in einer Produktion des NDR in einer modernen Adaption" ins Programm
genommen. In einer verfälschenden Darstellung unter dem Titel Der Herrscher"
war das Werk unter dem Nationalsozialismus verfilmt worden. Jetzt spielen in den
Hauptrollen Harald Juhnke und Julia Stemberger.
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