| 1. Im Märzen der Bauer Die Rößlein einspannt, Er setzt seine Felder Und Wiesen in Stand. Er pflüget den Boden, Er egget und sät Und rührt seine Hände Früh morgens und spät. 2. Die Bäu'rin, die Mägde, 3. So geht unter Arbeit |
1. Im Märzen der Bauer Die Rößlein einspannt; Er pfleget und pflanzet All' Bäume und Land. Er akkert, er egget, Er pflüget und sät Und regt seine Hände Gar früh und noch spät. a. Den Rechen, den Spaten, 2. Die Knechte und Mägde 3. Und ist dann der Frühling |
"Bauernlied" im "Liederbuch für die Deutschen in
Österreich", 1. u. unveränderte 2. Aufl., Wien 1884. Der Herausgeber Josef Pommer
fügte hinzu: "Ein von der deutschen Landbevölkerung der mährischen Sudeten häufig
gesungenes und beliebtes Volkslied. Eingesandt (zwischen 1882 u. 1884). vom Sternberger
Männer-Gesang-Verein. Volksweise."- Nach Georg Amft "Volkslieder der Grafschaft
Glatz", Habelschwerdt 1911, blieb in zehn Grafschaftsorten (z. B. in Langenbrück bis
1909) mit der gleichen Melodie das Lied "Nun lasset die Sorgen" lebendig, das
allen Monaten einen Vierzeiler widmete; die März-Strophe ähnelt der obigen 1. Strophe;
mythologische Namen in anderen Strophen wie Philis und Damon lassen das volkstümliche,
auch auf zwei Flugblättern (in Neiße bzw. Oels) gedruckte Lied als ein Kunstlied aus dem
18. Jahrh. erscheinen