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damit er mit der Bezeichnung an die Eroberung der Stadt Hindenburg
O/S durch die Rote Armee erinnert. Die meisten Straßennamen
werden als sog. "Patronstraßen" geführt.
Schon die erste für Zabrze (Hindenburg O/S) bekannte
Bezeichnung einer Straße führt den Namen: Kronprinzstraße,
also Straße, die dem preußischen Thronnachfolger,
Friedrich Wilhelm IV, gewidmet war. In späteren Jahren
waren viele Angehörige der in Preußen und seit
1871 auch im Deutschen Kaiserreich regierende Dynastie derer
von Hohenzollem Namensgeber von Straßenbezeichnungen
in Hindenburg O/S.Hierzu zählen: Kaiserin Augusta Viktoria,
Ehefrau von Wilhelm II (Augustastr.), Prinzessin Cäcilie
(Cäcilienstraße), preußische Fürstin
Victoria (Vicktoriastraße), König Friedrich II
(Friedrichstraße), Friedrich-Karl, Bruder des Kaisers
Wilhelm I (Friedrich-Karl-Straße), Kaiser Friedrich
Wilhelm III (Friedrich-Wilhelm-Straße), Königin
Luise, Friedrichs Il Ehefrau (Luisenstraße), Kaiser
Wilhelm I (Wilhelmstraße), Kaiser Wilhelm II (Kaiser-Wilhelm-Straße).
Der gesamten Herrscherfamilie war die Hohenzollernstraße
gewidmet. Nach 1945 ersetzten polnische Herrscher und Adelsgeschlechter
der Piasten und Jagiellonen ihre deutsche Vorgänger.
Sowohl vor als auch nach dem Zweiten Weltkrieg finden wir
unter den Straßennamensgeber auch Persönlichkeiten
aus Politik, Militärbereich, Kunst und Kulturleben, es
sind aber auch Geistliche, Heilige der röm.-kath. Kirche
und hervorragende (Ober-) Schlesier. Nach dem Zweiten Weltkrieg
fanden auch Personen aus Kreisen der (polnischen) Unabhängigkeitskämpfer,
der polnischen und internationalen kommunistischen Bewegung
ihren Einzug.
Seit Anfang an, wurden auch Personen honoriert, die in Hindenburg
O/S lebten oder tätig waren. Ihre Straßen hatten
Mathias Wilczek, zwischen 1769-1790 Besitzer von Zabrce (Mathias-,
Wilczekstr.) und seine Ehefrau Dorothea (Dorotheenstr.). Sehr
zahlreich waren Landräte und Verwaltungsmitarbeiter Hindenburgs
O/S vertreten: Adolf Sulitze (1843-1900), Zimmermeister und
Schöffe in Hindenburg O/S (Adolfstr.); Franz Herrmann,
Gemeindevorsteher von Alt-Zabrze zw. 1881-1888 (Hertmannstr.);
Hochberg, Dorfschulze in Alt-Zabrze in den 60ger Jahren des
19. Jahrhunderts (Hochbergstr.); Hans von Holwede (1841-ca.
1909), erster Landrat in Zabrze zw. 1874
1887 (Holwedestr.); Karl Jeenel (1884-1927), Erster Oberbürgermeister
Hindenburgs O/S in Jahren 1923-1927 (Jeenelstr.); Richard
Kania, Apotheker u. Gemeindeleiter zw. 1893-1895 in KleinZahrze
(Kaniastr.).: Kotitschke, Syndikus des Fürsten Henckel
von Donnersmarck u. Bürgemeister Hindenburgs O/S (Kotitschkestr.);
Michael Kaiser (1839-1911), Brauereiinhaber, Leiter der Jüdischen
Gemeinde, Schöffe der Gemeinde Alt-Zabrze (Michaelstr.);
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Noah Glaser (1826-1898), jüdischer Kaufmann, Schöffe
der Gemeinde Alt-Zabrze (Noahstr.); Theodor Parisius (1859-1892),Landrat
in Zabrze zw. 1891-1892 (Parisiusstr.); Dr. Alfred Scheche
(1859-1941), Landrat in Zabrze zw.1892-1902 (Schechestr.
und Schecheplatz); Vinzent Grabka, Leiter der Gemeinde Dorotheendorf
(Vinzentstr.); Johann Weinkopf, Leiter der Gemeinde Alt-Zabrze
zw. 1887-1896 (Weinkopfstr.); Max Hermann Freiherr von Ziller
(1867-1929), Landrat in Zabrze zw. 1902-1907 (Zillerstr.);
Ciupka, Bäckermeister u. Leiter der Gemeinde Zaborze
(Ciupkaweg); Dr. med. Johannes Nathan (1860-1937), Sanitätsrat
u. Mitglied des Gemeinderates Zaborze zw. 1891-1919 (Dr.
Nathanweg); Anton Rollnik, Bergmann u. Leiter der Gemeinde
Zaborze (Rollnikstr., ul. Antoniego Rolnika); Scherholz,
erster Leiter der Gemeinde Zaborze (Scherholzstr.); Franz
Winkler (1846-1916), Obersteiger, langjähriger Schöffe
und Leiter der Gemeinde Zaborze (Winklerstr.); Oskar Schilling
(geb. 1879), letzter Bürgemeister in Biskupitz - bis
1927 - (Schillingstr.
Weitere Personengruppe stellten Persönlichkeiten aus
der Industrie und Wirtschaft dar. Zu ihren Gründem
gehören: Adolf Deichsel (1823-1893), Inhaber der Drahtseilwerke
und Seilfabriken AG, Ehrenbürger der Gemeinde Zabrze
(Hindenburg O/S) (Deichselrstr., Adolf-Deichsel-Str.); Fürst
Guido Henckel von Donnersmarck (1830-1916), Grund-, Hütten-
und Grubenbesitzer (Guidostr.); August Borsig (1804-1854),
Gründer der Borsigwerke in Biskupitz (Borsigplatz und
Borsigstr.). Im Falle der Kolonie Borsigwerk wurden seitens
der Bauherren die sieben dort gebauten Straßen mit
Vornamen der Familienangehörigen versehen (Albert-,
Anna-, Arnold-, August-, Ernst-, Konrad-, Luisenstr.). Mit
den Borsigwerken waren auch verbunden: Dissars (1847-1921),
Bauinspektor (Dissarsstr.); Dr. Karl Gründler (1848-1914),
Justizrat (Gründlerstr.); Adolf Marklin, Generaldirektor
(Marklinstr.); Moll, zw. 1863-1899 Grubendirektor (Mollstr.);
Johann Räusch (1853-1920), Direktor (Räuschstr.).
Arbeiter des Gutes und der Hütte Donnersmarcks waren:
Paul Galda, Generaldirektor des Hüttenwerkes zw. 1881-1888
(Galdastr.); Julius Hochgesand, Hüttengeneraldirektor
zw. 1889-1919 (Hochgesandstr.); Janus, Hüttendirektor
(Janusstr.); Julius Lücke (18331904), Formiermeister
(Lückestr.); Carl Schmidt, Bergrat u. Mitglied des
Vorstandes der Aktiengesellschaft Donnersmarck-Hütte
(Schmidtstr.); Otto Schulze (1828-1890), Oberförster
im Gutsbezirk (Schulzestr.); Heinrich Wehowski, Gutsbezirksverwalter
(Wehowskistr.). Unter den Hindenburger Straßennamensgebern
dürften selbstverständlich Vertreter des Bergbaus
nicht fehlen: Heinrich Baumann (1880-1971), Oberbergrat,
Bergdirektor (Baumannstr.); Ewald Hilger (18591934), Bergrat
(Hilgerstr.); Eugen Salzbrunn (1858-1915), Oberbergrat u.
Bergdirektor (Salzbrunnstr.);
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