|
E n t s c h l i e ß u n g der Bundeshauptversammlung der Landsmannschaft der Oberschlesier vom 06. bis 08. Juli 2001 in Bochum Die Landsmannschaft der Oberschlesier fordert die Regierung der Bundesrepublik Deutschland auf: 1. sich für die Gleichstellung der in Oberschlesien lebenden Deutschen mit den Polen in allen Lebensbereichen einzusetzen, wie es die deutsch-polnischen Verträge vom 14.11.1990 und 17.06.1991 vorsehen; 2. sich nicht nur für das Erlernen der deutschen Sprache an den Schulen in Oberschlesien zu verwenden, sondern insbesondere auch im europäisch verstandenen Interesse dafür Sorge zu tragen, daß der deutschsprachige Unterricht erheblich verstärkt wird; 3. die Entschädigung für die nach dem Kriege zur Zwangsarbeit verpflichteten Deutschen finanziell zu regeln; 4. sich für die Zulassung offizieller topographischer Bezeichnungen auch in deutscher Sprache in den traditionellen Siedlungsgebieten der deutschen Minderheit - hier Oberschlesien - in der Republik Polen zu verwenden; 5. die Finanzmittel für die in der Heimat lebenden Deutschen nicht weiter zu kürzen, sondern auf den Stand von 1999 anzuheben; 6. entsprechende Finanzmittel für die kulturelle Breitenarbeit zum besseren deutsch-polnischen Verständnis bereitzustellen, da sie verpflichtet ist, auch deutsche Kultur zu wahren. Die Landsmannschaft der Oberschlesier bittet die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen. als Patenland der Landsmannschaft der Oberschlesier und Partnerland der Wojewodschaft Schlesien; (vormals Kattowitz), 1. zur besseren Wahrnehmung der Brückenfunktion durch die Oberschlesier Finanzmittel bereitzustellen; 2. als Patenland die Durchführung des "Tages der Oberschlesier" im Jahr 2002 in Nordrhein-Westfalen finanziell sicherzustellen. Bochum, den 08.07.2001 |