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45 Jahre Priesteramt
Unter dieser Überschrift
berichtet die Hindenburger Tageszeitung "Nowiny Zabrzanskie":
Das 45-jährige Jubiläum der Priesterweihe beging im
Juni Pfr. Prälat Gerard Kowolik, Gemeindepfarrer von
St. Andreas in Hindenburg. Pfr.Kowolik wurde in Hindenburg geboren
und arbeitet auch hier, in der Stadt die seine große Liebe
ist - wie er sagt. Er besuchte das Diözesane Geistliche Seminar
in Neiße (3 Jahre) und in Oppeln (2 Jahre). Am 17.Juni 1956
erteilte ihm der Tschenstochauer Diözesan- Bischof Zdzislaw
Golinski die Priesterweihe. Mit einem Dekret wurde er für
den Kirchenbezirk Krappitz bestellt, wo er 5Jahre verbrachte,
anschließend kam er für 15 Jahre in die St. Joseph
- Gemeinde in Gleiwitz-Steigern (Ligota). Seit dem 4.September
1978 ist er Gemeindepfarrer bei St.Andreas in Hindenburg.
Was verursachte, dass Sie den Lebensweg als Priester wählten?
- Vor allem fühlte ich die Berufung. Das ist ein Geheimnis,
welches man nicht erklären kann. Außerdem wollte und
will ich unserem Herrgott allen Menschen näher bringen, unabhängig
deren Abstammung und Konfession, ich möchte ihre Herzen für
Gott öffnen.
Wie erinnern Sie sich an die im Geistlichen Seminar verbrachte
Jahre?
- Oft spielte ich Fußball, den ich sehr liebe. Ich habe
gute Erinnerungen, obwohl es eine sehr schwere Zeit war. In einem
Zimmer wohnten wir 24 Personen. Wir mußten das durch Kriegseinwirkungen
zerstörte Gebäude des Neißer Seminars wieder aufbauen,
nahmen teil an der Kartoffelernte und mußten manchmal von
Haus zu Haus gehen und um etwas zum Essen bitten. Die Disziplin
war sehr groß. Für die geringste Verfehlung und Ungehorsam
konnte man ausgeschlossen werden. Die Ausbildung war nicht leicht.
Die Dogmatik, Kirchengeschichte oder Philosophie waren Prüfungen,
die ich als die schwersten ansehe. Zusammen mit mir begannen 128
Personen und die Weihe erhielten nur 57.
Was bereitet Ihnen in der Hindenburger Gemeinde die größte
Freude?
- Alles, was ich hier tue, bereitet mir Freude. Meine Vorliebe
ist die Arbeit mit der Jugend. Noch wärend meiner Oppelner
Zeit wurde ich zum Jgendpfarrer für männliche Jugend
auf der Ebene der Diözese ernannt. Jede Erste Hl. Kommunion
oder Firmung bereitet mir große Freude, auch die allmonatlich
stattfindenden Heirats-Jahresfeiern auf dem Standesamt. Die Hindenburger
Bürger sind phantastisch. Ich bin ihnen dankbar für
alles Wohlwollen und ihre Gutherzigkeit.
Was wünschen Sie sich für die
folgenden Jahre der Seelsorge?
- Das Wichtigste ist für mich, dass
ich mit, Würde den Menschen dienen kann, der Gemeinde, der
Diözese und der Stadt.:
Außerdem wünsche ich nicht nur mir, sondern allen Menschen,
Ruhe und Frieden, gegenseitige Liebe, Einigkeit und Verständnis
Ich danke für das Gespräch.
KF.
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