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27. Oktober 2001
Ein bombastischer Fund
Wie
das Hindenburger Wochenblatt "Glos Zabrza" berichtet, wurde
im Wald am Rande der Stadt ein vergessenes Munitionslager aus
der Zeit des Zweiten Weltkrieges gefunden. Mitte September, zuerst
an einem Sonntag und dann am Mittwoch, hat eine Pionierpatrouille
mehrere Hülsen und Geschoßteile verschiedenen Kalibers
entfernt. Die Polizei behauptet, daß niemandem eine Gefahr
drohte, denn bei den Geschossen waren weder Sprengzünder
noch Pulver vorhanden.
Den
nichtalltäglichen Fund machte die Hindenburgerin Maria Woloszyn,
die am Samstagnachmittag mit ihrem 8 jährigen Sohn auf Pilzsuche
war. Plötzlich sah sie die aus der Erde herausragenden Metallteile.
"Ich
dachte, man könnte diese Metallteile als Altmetall verkaufen
und dadurch einige Groschen verdienen und so holte ich meinen
erwachsenen Sohn Rafael. Der stellte mit Entsetzen fest, daß
es sich um Artilleriegeschosse handelt. Jedes dieser Geschosse
war ungefähr einen halben Meter lang", sagt Frau Woloszyn.
"In meiner Jugendzeit interessierte ich mich für militärische
Sachen und so habe ich nach teilweiser
Reinigung eines Geschosses festge
stellt, daß die Situation sehr ernst sei.
Ich gebot
der Mutter, sich von diesem Fund fern zu hal
ten und lief nach Hause, um die Polizei anzurufen",
ergänzt Rafael .
Die herbeigeholten Funktionäre zäunten mit einem Band
das Gelände ab und warteten die ganze Nacht über im
Funkwagen auf die Ankunft der Pioniere, die erst am nächsten
Vormittag aus Gleiwitz kamen. Drei Tage später wiederholte
sich diese Situation. Noch ist nicht bekannt, woher dieses Lager
des
Nachkriegsschrotts am
Rande von Hindenburg kam. Die in der Nähe wohnenden
Einwohner behaupten, daß sie noch vor einigen Monaten an
diesem Ort nichts verdächtiges gesehen haben. Und das Wichtigste:
Was geschah mit dem Schießpulver? Hat es jemand aussortiert
und versteckt?
"Wir können diese Möglichkeit nicht ausschließen
und werden genaue Untersuchungen durchführen", unterstreicht
Unterkommissar Dariusz Wesolowski, der Presseoffizier der Hindenburger
Polizei.
KF.
Geblasenes Gold
Das Blasorchester und
die Big Band der Schlesiergrube in Ruda unter.der Leitung von
Miroslaw Kaszuba hat beim Internationalen Musikfest der Blasorchester
in Deutschland den Ersten Platz in der Konzert- und Paradekategorie
eingenommen. "Der Wettbewerb stand Anfang September an",
erinnert sich Kaszuba. "Zu dem 10. Internationalen Musikfest
in Buxtehude bei Hamburg kamen 50 hervorragende Orchester aus
ganz Europa. Wir fuhren zum ersten Mal dorthin und bei dieser
Gelegenheit stellten wir fest, daß wir das einzige Orchester
aus Polen waren. Leider gewannen wir nicht in der mit Tänzen
verbundenen Kategorie "Show", weil wir in dieser Gruppe nicht
starteten".
Die Stadt Buxtehude hat rund 20.000 Einwohner, und nicht weniger
als 120 Personen spielen in dem hervorragenden BerufsBlasorchester.
Wir haben sie nach Polen zu einem ähnlichen Internationalen
Musikfest eingeladen.
In dem kleinen Städtchen ist der polnische Professionalismus
bekannt. Den dortigen Frauen-Handballclub, einem der führenden
in Deutschland, trainiert ein Pole, und in diesem Club spielen
einige sehr gute Polinen.
Jetzt haben die Deutschen unsere musikalische Kunst erkannt -
schreibt das Hindenburger Wochenblatt "Glos Zabrza". Die
Jury begeisterten wir vor allem mit der Ouvertüre "Ruslan
und Ludmilla" von Michail Glinka.
Neben dem Erfolg in Deutschland erwarb das Blasorchester aus Rüda
unter der Leitung von Miroslaw Kaszuba den zweiten Platz auf dem
Internationalen Musikfest in Saas Fee in der Schweiz sowie in
Prag in Tschechien. In Nowy Tomysl (Neutomischel zwischen Posen
und Schwiebus) nahm es bei einer Revue von Big Bands den Dritten
Platz ein.
K .E
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