Aktuell
Traditionell bestehen zwischen dem DFK Bezirksverband Kattowitz (Sitz Ratibor) und dem deutschen Verband im Hultschiner Ländchen enge Verbindungen. Aufgrund der landsmannschaftlichen Bande werden die deutschen Oberschlesier beiderseits der Grenze am 9. Februar im Eichendorff-Schloß zu Deutsch Krawarn ihren diesjährigen DFKKarnevalsball durchführen. Der DFK?Ball wird etwa gegen 19 Uhr beginnen. Interessenten wenden sich bitte unter der Rufnummer ++42?0653?672119 telefonisch an das DFKBüro in Deutsch Krawarn (Herr Melecky)
Die deutsche Jugend im Bezirk Kattowitz veranstaltet am 24. Februar in Polnisch Krawarn (Kreis Ratibör) ihr diesjähriges Karnevalsfest.
Aufgrund der finanziellen Situation, die in diesem Jahr dank der eingestellten Förderung durch die Bundesrepublik eingetreten ist, möchte die Stiftung Haus Oberschlesien ein Gebäude, das sich in ihrem Eigentum befindet, veräußern. In diesem Gebäude Bahnhofstraße 69 in Ratingen-Hösel, gegenüber dem Oberschlesischen Landesmuseums, hat jedoch die Landsmannschaft der Oberschlesier (Ld0) ihre Bundesgeschäftsstelle. Sie hofft, das Haus ankaufen zu können. Bitte unterstützen sie die Landsmannschaft bei ihren Bemühungen, daß Domizil langfristig halten zu können. Spenden mögen bitte auf das Konto der Ld0 bei der Sparkasse Ratingen, BLZ 301 516 60, Kto. 343 392 überwiesen werden. Bitte Kennwort "Kauf Haus OS" angeben.
Von Max Tau (1897 bis 1976), dem 1938 nach Norwegen emigrierten Erzähler und Essayisten, hat die Dortmunder Stadt? und Landesbibliothek, die seinen Nachlaß verwaltet, 157 Briefe und Postkarten erhalten. Sie dokumentieren die Korrespondenz, die der in Beuthen geborene Schriftsteller in seinen letzten Lebensjahren mit Margrit Reusser führte.
Die deutsche Minderheit in Polen erhält in diesem Jahr für kulturelle Projekte vom polnischen Kulturministerium knapp 400.000 Mark; 120.000 Mark mehr als im Vorjahr.
Anfang Januar registrierte die Woiwodschaft Kattowitz die höchste Arbeitslosenzahl seit . Kriegsende. Demnach waren 250.000 Personen arbeitslos. Im oberschlesischen Teil des Bezirkes erreichte die Arbeitslosenquote 14 Prozent (Polen 15,4 Prozent). Am höchsten war sie in Peiskretscham mit 24 Prozent.
Am 22. und 23. September findet in Dorsten das 22. Heimattreffen der Rybniker statt.
Wer gehofft hatte, mit der nahenden Fertigstellung des Autobahnabschnittes zwischen Breslau und Gleiwitz schneller aus Westdeutschland oder Berlin nach Oberschlesien zu kommen, sieht sich seit Mitte Januar arg getäuscht. Sieben Jahre früher als ursprünglich R geplant, wird die BAB 13 von Berlin nach, Cottbus komplett neu gebaut. Ab März werden zunächst an drei Baustellen auf insgesamt 32 Kilometer die 60 Jahre alten Betonplatten herausgerissen. Also: 60 km/h und viele Staus Die A 13 und A 15 sollen in fünf Jahren modernisiert sein.
Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz hat Arnold Drechsler, Direktor der Caritas der Diözese Oppeln, am 25. Januar dem ersten polnischen Zwangsarbeiter der katholischen Kirche in Deutschland Entschädigungsgelder ausgezahlt. Der heute in Oppeln lebende, aus Tschenstochau gebürtige Achtundsiebzigjährige erhielt eine erste Rate in Höhe von 2.500 Mark. Den Antrag hatte er erst drei Wochen zuvor gestellt. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Hilfsarbeiter im Dominikanerinnenkloster in Dissen am Ammersee eingesetzt.
Die Gestaltung des zukünftigen Wappenbildes der, Woiwodschaft Oppeln bleibt weiterhin offen. Zwar wird der Piastenadler Herzogs Johannes II. von Oppeln (Jan Dobry) das Wappenschild zieren, umstritten ist aber die Darstellung desselben. Ein zweiter Entwurf, im September des letzten Jahres vom Sejmik, dem Bezirksparlament, der beim polnischen Innenministerruin angesiedelten Heraldikkornmission zur Gegenprüfung vorgelegt worden war, karr nun mit der Aufforderung zur Änderung zurück. Es ist bereits die zweite Änderungsaufforderung. War der erste Entwurf den Heraldiker zu proper, ist der neuerliche Entwurf wiederum zu mager ausgefallen. Der Rumpf habe diesmal zu wenig Gefieder, die Schwingen seien viel zu dünn, daß sie vom Körper abzufallen drohen. Unzufrieden sei Bi man auch mit der Farbgestaltung. Während das Marschallanit amüsiert ist und keine weitere Änderung mehr vornehmen will, wird der Wojewode Adam Peziol die Entscheidung vom vergangenen September rückgängig machen.
Das Stadtmuseum und die Stadtverwaltung in in Tarnowitz haben in diesen Tagen das sieben hundert Seiten zählende Geschichtswerk , "Historia Tarnowskich Gor" herausgegeben. Ei Der opulente Band sammelt unter der Herausgeberschaft des aus dem Teschener Schlesien m stammenden Jan Drabina Aufsätze verschiedener Autoren zur Geschichte der Bergbaustadt und seiner Umgebung. Drabina, Professor an der Jagiellonen?Universität zu Krakau, ist in den vergangenen Jahren bereits mit Geschichtswerken über Gleiwitz, Königshütte m und Beuthen hervorgetreten.
In Ziegenhals soll in den nächsten sechs Jahren für 15 Millionen Mark ein modernes Freizeit? und Spaßbad entstehen. Das Leistungsangebot soll auch Kuranwendungen umfassen. Das Projekt wird vom Hilfsfond der Weltbank finanziell unterstützt, außerdem soll bereits ein ausländischer Investor zugesagt haben.
Der Ort unterhalb der Bischofskoppe hatte in den vergangenen drei Jahren eine dramatisch rückläufige Entwicklung bei den Übernachtungs und Besucherzahlen zu verzeichnen, da das 1934 gebaute Waldbad durch das Jahrhunderthochwasser 1997
vollständig zerstört wurde und somit eine wesentliche Attraktion nicht mehr vorhanden war. Die Tourismusbranche ist der wichtigste Arbeitgeber in Ziegenhals, wo jeder Vierte ohne Arbeit ist.
Am 5. April unterzeichnen in Lüdenscheid der Märkische Kreis und der Landkreis Ratibor einen Partnerschaftsvertrag.
Das staatliche und von der Europäischen Union unterstützte Transformationsprogramm für die oberschlesische Montanregion steckt abermals in der Krise. Im Haushalt für 2001 hat die Regierung lediglich 450 Millionen Mark für den Stellenabbau in der Bergbauindustrie vorgesehen. Mit diesem Posten müssen die Frührenten und Abfindungszahlungen für die 30.000 seit 1998 entlassenen Bergleute beglichen werden. Allerdings bleiben für das laufende Jahr nur 17 Millionen Mark für 700 Überführungen in den Ruhestand übrig; vorgesehen war ursprünglich des Abbau von 2.500 Stellen im Bergbau.
Im Eichendorff-Kultur- und Begegnungszentrum in Lubowitz, Kreis Ratibor, worüber "Schlesien heute" bereits mehrfach berichtet hat, sind die Übernachtungsräumlichkeiten an die Hotelkette "garni" verpachtet worden. Der Hotelbetrieb umfaßt drei Einzelzimmer und 20 Doppelzimmer, jedes Zimmer mit Fernsehen und Dusche sowie WC. Die Übernachtung im Einzelzimmer kostet etwa 40 Mark, im Doppelzimmer 70 Mark, jeweils einschließlich Frühstück.
Weitere Informationen: "Eichendorff- Zentrum", ul. Zamkowa 1, 47?417 Lubowice, i Tel. und Fax +48?32?410?6776.

Mit deutscher Unterstützung konnte vor wenigen Tagen in Sandau bei Pleß die Renovierung der Evangelische Kirche aus dem 19. Jahrhundert vollendet werden. Die evangelische Gemeinde geht auf Protestanten aus Brandenburg zurück, die nach dem Zweiten Schlesischen Krieg durch den damaligen Grundherrn August Ludwig Graf von Pückler hier angesiedelt worden waren.
Das Heimattreffen der Patschkauer wird am ersten Septemberwochenende im Poser-Casino in Einbeck stattfinden. Zudem weist die "Patschkauer Dole" darauf hin, daß jeden Donnerstag die "Patschkauer Heimatstube" in Einbeck von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Wer außerhalb der Öffnungszeiten Einlaß Enden möchte, wende sich bitte an Herbert Tschorn (Tel. 05561/1721).
Die Gemeinde Krzanowitz (Erlengrund), im Süden des Landkreises Ratibor gelegen, hat am 1. Januar das Stadtrecht verliehen bekommen.
Als große Überraschung erwies sich ein Ausflug von 40 Mitgliedern der DFK Ortsgruppe Glatz zum oberschlesischen Wallfahrtsort St. Annaberg für ein Brautpaar aus Deutschland. Der Zufall wollte es, daß die deutschsprachige Trauung, die mit sechs Personen eher dürftig hätte ausfallen müssen, um einen stimmgewaltigen deutschen Chor aus der Grafschaft Glatz bereichert werden konnte. Das perplexe Brautpaar, das diesen Tag wohl tatsächlich in besonderer Erinnerung behalten dürfte, bedankte sich anschließend überschwenglich bei den Deutschen aus der Grafschaft.
Die Ortsfeuerwehr in Klein Stanisch (Klein Zeidel) in der Gemeinde Kolonnowska (Grafenweiler) hat von der westdeutschen Partnergemeinde Gehrden ein Löschfahrzeug (Benz, Baujahr 1975) als Geschenk erhalten.
Gleich zweimal ist der polnische Ministerpräsident Jerzy Buzek am 9. Dezember mit der Ehrenbürgerwürde bedacht worden. Zunächst erhielt er die Auszeichnung in Woischnik in Anerkennung seiner "Verdienste um die Selbstverwaltung". Buzek sagte, er sei stolz, Ehrenbürger einer Stadt mit einer solchen (polnischen) Tradition zu sein und erinnerte dabei an den oberschlesischen Lehrer Joseph Lompa, der hier geboren wurde. Im kleinen ostoberschlesischen Grenzort wohnt die Familie seiner Frau Ludgera, die zudem mit dem jetzigen Bürgermeister verwandt ist. Am Nachmittag ehrte dann Lublinitz sowohl Jerzy Buzek wie auch dessen Frau mit der Ehrenbürgerwürde. Die Kreisstadt ist Geburtsort von Frau Buzek.
Das Landratsamt und die Stadtverwaltung in Ratibor tragen derzeit um den Zustand des Herzogsschlosses einen heftigen Meinungsstreit aus. Laut einem Bericht der "Trybuna Slaska" verkomme der Innenhof zunehmend zu einer Müllkippe; wo Kisten herumliegen und Autos vor sich hinrosten. Das Gebäude zerfalle immer mehr. Der Stadtpräsident forderte nun den Kreis auf, finanzielle Mittel bereitzustellen, um das Gelände vollständig zu reinigen und dringend notwendige Sicherungsarbeiten an den Ruinen durchzuführen, damit das Gelände für Touristen freigegeben werden kann. Das finanzschwache Landratsamt versucht seit einem halben Jahr nach dem der Bezirk dem Kreis das Schloß zwangsübereignete für das Objekt einen Interessenten zu finden, der allerdings mindestens 7,5 Millionen Mark in den Wiederaufbau investieren müßte. Eine Ausschreibung vom September des vergangenen Jahres blieb bis heute ergebnislos.
Der DFK-Bezirksverband "Schlesien" (Kattowitz) zählt nach eigenen Angaben derzeit 74.200 Mitglieder, wobei nicht genannt wird, ob auch alle ihre Beiträge zahlen. Die Zahl der Mitglieder schlüsselt sich nach den einzelnen Kreisverbänden wie folgt auf: Beuthen, 6.850 Gleiwitz, 25.800, Hindenburg, 3.650 Kattowitz, 5.850 Loslau 3.300, Orzesche 1.600, Rybnik, 1.000, Ratibor 26.820, Tichau 3.550, Teschener Schlesien 1.400.
In den letzten Monaten haben Kreuzburg und Bad Dürkheim sowie Konstadt und Hasloch Partnerschaftsverträge unterzeichnet. In Verhandlungen stehen derzeit Groß Lassowitz und Holle (Niedersachsen) sowie Pitschen und Deidesheim.
Der Stadtpräsident von Ratibor, Andrzej Markowiak, ist von den Mitgliedern der Euroregion Silesia zu ihren diesjährigen Vorsitzenden gewählt worden. Er übernimmt das Amt vom Troppauer Bürgermeister Jan Mrasek. Die Euroregion wurde am 20. August 1998 gegründet. Ihr gehören derzeit 19 Gemeinden in den Kreisen Leobschütz, Ratibor, Loslau und Rybnik sowie 35 Gemeinden in Nordmähren, im tschechischen Teil des Teschener Schlesiens sowie in Westschlesien (Troppau) an. Der Kommunalverband wird von der EU bei regionalen Strukturprojekten gezielt gefördert.
Das Schloß Tillowitz im Kreis Falkenberg kommt in den nächsten Wochen unter den Hammer, für umgerechnet 400.000 Mark sucht die Woiwodschaft Oppeln als Eigentümerin einen kapitalträchtigen Investor. Das ehemalige Anwesen im Stil der Neorenaissance gehörte einst der Grafen Frankenberg, bis sie 1944 von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer oppositionellen Haltung enteignet wurden. Nach 1945 fand hier zunächst ein Schulin?ternat für Forstarbeiter eine neue Heimstätte, dann eine Abteilung des Breslauer Bezirkskinderkrankenhauses. Seit 1998 steht das Schloß leer.

Die "Schlesische Raiffeisen", eine 1992 von deutschen Bauern gegründete Genossenschaft, ist pleite. Die 18 Geschäftsstellen sind bereits geschlossen worden. Hintergrund bilden eine Fehlspekulation in Rosenberg (Einrichtung einer Hauptgeschäftsstelle für 50.000 Mark) und eine Steuernachzahlung (60.000 Mark).

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