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Aktuell 02 vom 11.06.2001 Das Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Gleiwitz (Anschrift s.o.) lädt Jugendliche bis 25 Jahre zu einem FotografieWettbewerb "Auf den Spuren der kulturellen Vielfalt Schlesiens" ein. Einsendeschluß ist der 7. September dieses Jahres Vom 7. bis 14. Juli organisiert die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung ein Jugendseminar zum Thema "Erfahrungen und Begegnungen rund um den Annaberg". Es soll über die kulturelle und politische Entwicklung von -Oberschlesien und deutsch-polnische Annäherungen gesprochen werden. Das Jugendseminar findet in Groß Strehlitz statt und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 32 Jahre. Anmelden können Sie sich im Haus Schlesien in Königswinter unter der Telefonnummer 0049/ 22 44 886 232. Im Fibre Verlag (Martinistr. 37,_, D-49080 Osnabrück, Telefon +49/541/4318~8,Telefax +49/541/432786) ist das Buch "Das, gemeinsame Kulturerbe / Wspölne Dziedzictwo. Die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Denkmalpflege 1970-2000" erschienen. Es wir herausgegeben vom "Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker". Das einleitende Grußwort stammt aus der gemeinsamen Feder von Wladyslaw Bartoszewski und Joschka Fischer. In Polen wird das 315 Seiten umfassende Werk von der Agencja Reklamowo-Wydawnicza A. Grzgorczyk vertrieben. Der großformatige Bildhand zeigt ein Panorama der, deutsch-polnischen Zusammenarbeit bei der Erforschung und Bewahrung von Kunstdenkmälern und dokumentiert zahlreiche Projekte der Denkmalpflege. Aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit konnten in den vergangenen zehn Jahren über 300 wichtige Kulturdenkmäler in Polen wiederaufgebaut bzw. erhalten werden. Ein Rahmen für die institutionelle Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung wurde mit dem Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker "Das gemeinsame Erbe" geschaffen, der das vorliegende Album präsentiert. Am 1. Juli wird das mit finanzieller Unterstützung der Herrmann-Niemann Stiftung renovierte und ausgebaute DFK Begegnungshaus in Benkowitz (Berendorf) im Kreis Ratibor eröffnet. Auf Initiative des ehemaligen DFK-Bezirksvorsitzenden Blasius Hanczuch wird das Haus ein Oberschlesisches Museum aufnehmen, daß bereits im Juli Interessenten zugänglich gemacht werden wird. Gezeigt werden überwiegend von Hanczuch gesammelte Exponate aus der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart. "Auch wenn die Bedingungen im Kulturhaus von Groß Strehlitz nicht optimal waren und Kompromisse beim Arrangement der Bilder und Objekte der 19 beteiligten Künstler aus Soest und den Partnerstädten Herzberg (Brandenburg) und Groß Strehlitz notwendig machten, waren die Begegnungen mit den Menschen umso herzlicher", berichtet Dr. Wilfried Huck, der Initiator des über mehrere Jahre angelegten Projektes "In Transit". Der Titel der Ausstellung - In Transit - kennzeichne die Phase des Zeitwandels und des Überschreitens geographischer, politischer und kultureller Grenzen. Insofern sei die Schau selbst Ausdruck eines Transits im Sinne von Zwischenstationen und Endstation. Zum Teil seien die gezeigten Beiträge Geschichten von Reisen und Unterwegs-Sein, sagte Huck bei der Ausstellungseröffnung. Im Zuge der wachsenden Annäherung und Vernetzung der europäischen Länder sei es ein Anliegen des Kreis Kunstvereins Soest, mit den Mitteln der Kunsi zu reflektieren, inwieweit die weggefallenen politischen Grenzen und die damit verbundene Erweiterung Europas ein künstlerisches "Zusammengehen" und Beginnen ermöglichen und einschließen, so Huck. Das Joseph von Eichendorff-Konversatorium (Postfach 375, 45-000 Oppeln) hat den 30. Band seiner zweisprachigen Vierteljahresschrift "Hefte für Kultur und Bildung" herausgegeben. Enthalten sind diesmal u.a. Beiträge vom Mainzer Historiker Josef Joachim Menzel und von Max Ruhen Guttmann, der unseren Lesern dank seiner vielen UO-Beiträge bekannt ist. Hervorzuheben ist die Fortsetzung eines interessanten Aufsatzes von Herbert Matuschek zu den Identitätsmythen im deutsch-polnischen Raum. Wie in unserer letzten Ausgabe bereits berichtet, wird es ab dem 10. Juni erstmals wieder seit 1943 einen durchgehenden Zug von Hamburg-Altona über Potsdam, Breslau und Oberschlesien nach Krakau geben. Nach den Worten - von Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst so zitiert die Tageszeitung "Die Welt", "sollen im Zug sowohl Geschäftsreisende als auch Feriengäste angesprochen werden, die die Schönheiten Oberschlesiens mit dem Riesengebirge Wiedersehen oder kennenlernen wollen." Na denn... Das Ratiborer Lehrerkolleg (ul. Slowackiego 55) führt am 25. Juni die Prüfungen für die Aufnahme neuer Deutsch-Studenten für das kommende Semester durch. Spätentschlossene können sich kurzfristig noch telefonisch informieren lassen ( 0-32/ 415-55-88). In Leisnitz im Kreis Leobschütz haben ehemalige und heutige Bewohner auf dem örtlichen Friedhof eine kleine Gedenkstätte eingeweiht: "Den bis 1946 verstorbenen Angehörigen der deutschen Gemeinde Leisnitz zum Gedenken." Der Warschauer Historiker Piotr Madajczyk hat ein neues Buch zum Thema der Integration bzw. Desintegration der nach 1945 in ihren' polnisch gewordenen Heimatgebieten verbliebenen Deutschen veröffentlicht: "Niemcy polscy 1944-1989" (Polnische Deutsche 19441989), erschienen im Warschauer Verlag Oficyna Naukowa (fax: 022/622 02 42). Das Buch zählt 371 Seiten. Besuch aus dem Westen hatte der DFK Kolonnowska/Grafenweiler bei der diesjährigen Muttertagsfeier am 3. Juni. Eine von Josef Engel geleitete Pilgergruppe des St. Hedwigwerkes aus Paderborn war im Anschluß an den Besuch der Minderheitenwallfahrt zum St. Annaberg in Kolonnowska zu Gast, wo sie schon häufig zu Besuch war. Für gute Stimmung sorgte die Kindergruppe unter der Leitung von Maria Poloczek. Der Sejmabgeordnete Helnut Pazdzior beschenkte die Spieler von Unia Kolonnowska mit Sportartikeln. Krönung der Feier war der Auftritt des Bayerischen Blasorchesters mit dem Dirigenten Reinhardt Reissner. Neue Suchdienstvereinbarungen Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium und Prof. Dr. Knut Ipsen, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, sowie Prälat Karl-Heinz Zerrle als Vertreter des Deutschen Caritasverbandes und Direktor Horst Steinhilber als Vertreter des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands haben heute in Bonn zwei neue Suchdienstvereinbarungen unterzeichnet. Sie treten an die Stelle der alten Vereinbarungen von 1958 bzw. 1961. "Die Suchdiensteinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes und der kirchlichen Wohlfahrtsverbände haben in den letzten Jahren ihre Organisationsstrukturen in vorbildlicher Weise den geänderten Anforderungen angepasst. Dank elektronischer Hilfsmittel sind sie in der Lage, Anfragen zu individuellen Kriegsschicksalen schnell und zuverlässig zu beantworten. Die Bundesregierung dankt den unterzeichnenden Verbänden dafür, daß sie die Suchdienstarbeiten im Interesse der betroffenen Menschen fortführen. Sie wird die Organisationen dabei auch künftig unterstützen," sagte Brigitte Zypries bei der Unterzeichnung. Der Abschluß neuer Vereinbarungen war vor allem auf Grund organisatorischer Neuordnungen und der Anpassung an veränderte Aufgabenstellungen notwendig geworden. So wurden im Bereich des Kirchlichen Suchdienstes ab 1. Januar 2001 die Zahl der Standorte von bisher sieben auf zwei verringert. Die unterzeichnenden Organisationen, die den Suchdienst seit Kriegsende im Auftrag der Bundesregierung durchführen, sind vor allem bei der Suche nach den immer noch rd. 1,4 Millionen vermißten Deutschen des Zweiten Weltkrieges, bei der Familienzusammenführung der durch Kriegsereignisse getrennten Menschen und bei der Beschaffung von Nachweisen über die Lebensverhältnisse der Vertriebenen aus den ehemals deutschen Wohnund Siedlungsgebieten tätig. Nach der Öffnung der Archive in den ehemals kommunistischen osteuropäischen Staaten konnten die Suchdienste des Deutschen Roten Kreuzes und des Kirchlichen Suchdienstes in den letzten Jahren über 100.000 bisher unbekannte Schicksale deutscher Kriegsgefangener und Zivilpersonen klären. (UO)
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