Nachrichten

vom 11.06.2001

Die Bundesmittel zur Förderung der Kulturarbeit der deutschen Vertriebenen sind von 22,3 Mio. Mark im Jahre 1998 auf 15,7 Mio. Mark im Jahre 1999 und 12,6 Mio Mark im Jahre 2000 gekürzt worden. Die Förderung kultureller Begegnungen mit den Deutschen in den Heimatgebieten sank in diesem Zeitraum von 1,9 auf 0,5 Mio. Mark.

In einem aktuellen Kulturabkommen zwischen Österreich und Slowenien werden auch die beiderseitigen Minderheitenfragen geregelt. Im Gegensatz zur unumstrittenen Anerkennung der slowenischen Volksgruppe in Österreich hatte Laibach bis Ende der neunziger Jahre die Existenz einer deutschen Volksgruppe in Slowenien geleugnet. Deren Anzahl wird erst in einer Volkszählung festgestellt werden können. Die Deutschen dürften damit in Zukunft ähnlich wie die etwa 8500 Ungarn oder die etwa 3500 Italiener über einen eigenen Abgeordneten im slowenischen Parlament verfügen.

Die Abwanderung vor allem junger Menschen aus dem Freistaat Sachsen dauert an. So wird die Sächsische Bevölkerung nach Berechnungen der Landesregierung von etwa 4,8 Mio. im Jahre 1989 um 25 Prozent auf nur noch etwa 3,6 Millionen Menschen im Jahr 2030 abnehmen.

Führende deutsche Wirtschaftsmanager sehen Bayerns Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als den geeigneten Kanzlerkandidaten der Union. Entsprechend äußerten sich gegenüber der Zeitschrift "FOCUS" die Chefs von Eon, Ulrich Hartmann und der Hypo-Vereinsbank, Albrecht Schmidt sowie der Unternehmensberater Roland Berger.

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel hat eine Überprüfung der Herkunft jüdischer. Einwanderer aus Osteuropa gefordert. Viele der bislang eingereisten Kontigentflüchtlinge seien keine Juden. Juden seien nur diejenigen, die eine jüdische Mutter hätten oder konvertiert seien.

Die Wirtschaft in den neuen Bundesländern erwartet in diesem Jahr ein mageres Wirtschaftswachstum von unter zwei Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft bei etwa 430 Unternehmen in der Region.

In Rußland gibt es nach offizielen Angaben etwa 2,5 Millionen Straßenkinder. Der Präsident des russischen Fonds für Kinder nennt sogar die Zahl von bis zu vier Millionen "Sozialwaisen", die oft von ihren Eltern verstoßen würden. Seit 1994 nehme deren Zahl ständig zu.

Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des deutsch-polnischen Jugendwerkes werden vom 13 bis 18. Juni 2001 in Frankfurt (Oder) deutsche und polnische Jugendliche über europäische Zukunftsvisionen diskutieren. An dem "Jugendgipfel" werden zeitweilig auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ministerpräsident Buzek teilnehmen.

Der niedersächsische CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Christian Wulf hat sich Ende Mai dafür ausgesprochen, die Deutschlandtreffen der Schlesier wieder in Hannover durchzuführen. Es gelte die Patenschaft des Landes Niedersachsen für die Schlesier auch durch diesen Schritt immer wieder neu mit Leben zu erfüllen.

Seit dem der damalige Ministerpräsident und heutige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Förderung der Schlesiertreffen zu Beginn der neunziger Jahre einstellte, finden diese, so auch am 14. und 15. Juli 2001 in Nürnberg statt.

Der ukrainische Parlamentspräsident Ivan Pljuschtsch sähe es gerne, wenn sein Land bis zum Jahr 2010 Vollmitglied der Europäischen Union wäre. Auch unter dem neuen Ministerpräsidenten Kinach würde eine Politik fortgesetzt, die auf eine Steigerung des Wirtschaftswachstums und eine EU-Annäherung hinziele, sagte Pljuschtsch bei einem Besuch in Berlin der Frankfurter Allgemeinen. Er forderte die Deutschen auf, stärker in der Ukraine zu investieren.

(UO)