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Europarat sollte sich entschuldigen
von Björn Kirschher

Anfang Juli berichteten nationale und internationale Medien, daß der Europarat in scharfer Form Rassismus und die Diskriminierung von Ausländern in Deutschland kritisiert hat. Die zu dem erlauchten europäischen Gremium gehörende Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) hat einen Bericht veröffentlicht, in dem Deutschland in eine Reihe mit Kroatien, Zypern und der Türkei gestellt wird.

Da erstaunlicher Weise von keinem maßgeblichen deutschen Politiker eine Zurückweisung dieser die nationale Würde der Deutschen verletzenden Beurteilung zu vernehmen war, sollen hier zur Ehrenrettung der Deutschen - immerhin des rein zahlenmäßig weitaus größten Volkes in der Mitte Europas einige Argumente ins Feld geführt werden.

-Kaum ein anderes Volk in Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten eine so friedfertige und den Gedanken der Völkerverständigung und der europäischen Einigung dienende Außenpolitik vorzuweisen wie Deutschland. Ungeachtet der einzigartigen milliardenschweren Kostenlawinen durch den wirtschaftlichen Aufholprozeß in den neuen Bundesländern, der Folgekosten des teuer erkauften Abzuges der russischen Truppen und millionenfachen Asylmißbrauches in seinen Grenzen leistet dieses gescholtene Deutschland den weitaus größten finanziellen Beitrag zur Finanzierung der Europäischen Union.

- Kein anderes europäisches Land hat in den vergangenen Jahren so viele Millionen Asylbewerber aufgenommen, wie das gescholtene Deutschland.

- Wenn irgendwo auf dieser Erde eine Naturkatastrophe den Menschen schwerstes Leid zugefügt hat sei es ein Vulkanausbruch, ein Erdbeben oder das Jahrhunderthochwasser in der Republik Polen im Jahre 1997 - die Deutschen spenden spontan die meisten Gelder und leisten mit Abstand die größten Hilfssendungen.

- Die deutschen Vertriebenen, die blutigsten Revanchismus erduldet haben, bekannten sich bereits 1950 in der Stuttgarter Charta der deutschen Heimatvertriebenen zum Gewaltverzicht und zu demokratischen sowie europäischen Idealen. Sie sind auch im heutigen Europa kein Sprengsatz sondern durch ihren wieder möglich gewordenen vieltausendfachen friedfertigen Einsatz in ihren Heimatgebieten ein Fundament der Versöhnung zwischen den Menschen und der Verständigung zwischen den Völkern.

- Skinheads, Hooligans und politischen Extremismus als Begleiterscheinung zivilisatorischen Niedergangs gibt es heute nahezu in allen europäischen Ländern, wobei die Zustände in anderen Nationen nicht weniger alarmierend sind als in Deutschland, von der Situation im Baskenland oder in Nordirland zum Beispiel einmal ganz abgesehen.

- Viele vermeintlich deutschen Rechtsextremisten angelastete Gewaltakte wurden von in Deutschland lebenden Ausländern verübt. Vor allem die wieder verstärkt nach Deutschland einwandernden Juden aus dem ehemaligen sowjetischen Machtbereich fürchten die Attacken radikaler Palästinenser, die das deutsche Gastrecht mißbrauchen. Der spektakuläre Anschlag auf die Düseldorfer Synagoge im Oktober vergangenen Jahres zum Beispiel, den Bundeskanzler Schröder zum Anlaß nahm, medienwirksam zum "Aufstand der Anständigen" gegen Rechtsextremismus aufzurufen, wurde nicht von Deutschen, sondern von einem staatenlosen Jordanier und einem in Deutschland eingebürgerten Marrokkaner begangen.

Die Übergriffe von Skinheads in Deutschland sollen nicht verharmlost werden, dies gilt aber auch für das Treiben blindwütiger Kämpfer "gegen rechts", die oft selbst als zügellose Gewalttäter- ob in Leder oder mit der Feder nur ein Ziel verfolgen, das Ansehen der Deutschen herabzusetzen oder das Deutschtum am liebsten gar ganz auszumerzen.

Eine Entschuldigung des Europarates bei den zu Unrecht gescholtenen Deutschen wäre wohl angebracht.
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