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Historische
Sehenswürdigkeiten
Das Hindenburger Wochenblatt "Glos
Zabrza" berichtet in Nr.22 vom 31.Mai:
Auf die Frage - was für historische Sehenswürdigkeiten
in unserer Stadt kennst Du, fällt am häufigsten die
Antwort: Wasserturm, Theater, jüdischer Friedhof... und damit
Schluß. Dagegen sind in dem Register der geschützten
historischen Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten in
unserer Stadt über zwanzig Objekte eingetragen. Dariusz Walerjanski
-Vorsitzender der Gesellschaft der Fürsorge über historische
Baudenkmäler, Ortsgruppe Zabrze, zählt etliche weitere
auf, die genauso wertvoll aber bisher nicht in das genannte Register
eingetragen sind. Ähnliche interessante Stellen kennt er
hunderte. Er dokumentiert diese bei Spaziergängen mit dem
Fotoapparat. Ständig entdeckt er neue wertvolle Kleinode.
Es ist nicht verwunderlich, denn Zabrze besteht seit fast 700
Jahren.
Die Gesellschaft der Fürsorge über historische
Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten entstand aus Initiative
von Dariusz Walerjanski vor zehn Jahren. Beweggrund war der Wille
der Rettung des jüdischen Friedhofs. Wie immer war der Anfang
schwierig, aber die Jugend - die als erste diese Idee unterstützte,
brachte die Tätigkeit der Gesellschaft in Schwung. Dann kamen
einflußreiche Personen hinzu - Politiker, Beamte, Firmenchefs
usw. Die Organisation begann schnell und gelungen ihre Satzungsziele
zu erfüllen: sie dokumentiert, präsentiert und fördert
Baudenkmäler und historische Sehenswürdigkeiten, verbreitet
die Kenntnisse über diese und die Notwendigkeit diese zu
schützen. Letztendlich gelang es, die jüdische Nekropole
in das Register einzutragen, und dann finanzielle Zuwendungen
für die Renovierung unter anderem der schwedischen Kapelle
und der Skulptur des Hl. Johannes Nepomuk zu erlangen.
Vor zehn Jahren machte die Mehrheit der Hindenburger
Jugendlichen erstaunte Mienen, als man sie nach historischen Sehenswürdigkeiten
fragte - sagt Dariusz Walerjanski, - Es kommt vor, daß auch
erwachsene Menschen nur wenig über die architektonische Geschichte
der Stadt wissen. Kinder dagegen sind oft Fachleute auf diesem
Gebiet. Als wir unlängst für sie einen Wettbewerb über
historische Sehenswürdigkeiten unter dem Titel "Erhalten
oder Vergessen" ausschrieben, überraschte uns alle die
Kenntnis dieses Themas.
Das ist unter anderem die Wirkung der intensiven
verbreitenden Tätigkeit der genannten Gesellschaft. Binnen
zehn Jahren gelang es ihr z.B. einige Fotowettbewerbe, viele Ausstellungen
(Nekropolen, Schönheit der Architektur usw.), Vorträge
oder Vorlesungen zu organisieren. Gemeinsam mit dem Rundfunksender
"Plus" besuchte man mit dem Mikrofon interessante Objekte
in Hindenburg und Gleiwitz. Vor drei Jahren war sie Mitorganisator
der ersten in der Stadt Europäischen Tage des historischen
Erbes und nahm Teil am Kulturkongreß in Oberschlesien. Gemeinsam
mit dem Bergbaumuseum erarbeitete sie eine Wanderstrecke durch
die historischen Sehenswürdigkeiten der Technik in Hindenburg
sowie individuelle Ausflüge und Busfahrten durch das Stadtgebiet.
Diese Strecken interessierten anfangs nur ausländische
Touristen - erinnert sich Dariusz Valerjanski. - Jetzt werden
diese unter anderem zur Bildung der Jugendlichen und Kinder genutzt
. Nichts sagt ihnen besser zu, als der direkte und natürliche
Kontakt. Für junge Hindenburger organisieren wir auch Ordnungs-
und Dokumentationsarbeiten in historischen Objekten.
Im vergangenen Jahr erschien die erste Ausgabe
eines Rundschreibens der Gesellschaft. In einem Artikel wurde
hier appelliert: "Liquidiert nicht die Guido-Grube !".
Wie wir jetzt wissen, bleibt dieses Bergwerks Freilichtmuseum
erhalten, denn im Staatsbudet fand sich Geld dafür. Ein weiterer
Artikel war kunstvollen Türen gewidmet. Wißt Ihr, dass
es in Hindenburg ca. 400 Türen oder Einfahrttore gibt, die
wegen ihrer historischen Sehenswürdigkeit und künstlerischer
Werte renovierungsbedürftig sind?
Zur Zeit gehören der Ortsgruppe Hindenburg
der Gesellschaft der Fürsorge über historische Baudenkmäler
13 Personen an (zwei sogar aus Rybnik). Diese "Pechzahl"
wird wohl keinen Einfluß auf die weitere Tätigkeit
haben. Wir wünschender Gesellschaft anläßlich
ihres 10jährigen Jubiläums weitere erfolgreiche Aktionen
sowie viele sie unterstützende Personen und Firmen. Bisher
erteilte die größte finanzielle Hilfe Fujifilm Polen,
Kodak, Nokia Mobile Phones und die Sejmkanzlei der Republik Polen.
Die Gesellschaft der Fürsorge über historische Baudenkmäler
ist Erbe und Fortsetzer der Tätigkeit der im Jahr 1906 ernannten
und bis zum Warschauer Aufstand arbeitenden Gesellschaft der Fürsorge
über Sehenswürdigkeiten der Vergangenheit. Die Reaktivierung
erfolgte 1974. Sie ist Mitglied der Internationalen Föderation
der Gesellschaften des Natürlichen Erbes Europas - Europa
Nostra. Mitglied der Gesellschaft der Fürsorge über
historische Baudenkmäler kann ein Bürger der Republik
Polen wie auch die Tätigkeit der Gesellschaft unterstützender
Ausländer sein. Der Sitz der Ortsgruppe Hindenburg befindet
sich im Städtischen Museum auf dem Schecheplatz (plac Krakowski).
Kontakt zum Vorsitzenden ist dagegen möglich über das
Bergbaumuseum in der Dorotheenstraße (ul.3-go Maja) unter
der Rufnummer 271-88-11. Weitere interessante Fotos kann man einsehen
auf der
Internetseite: www.glos.zabrze.pl.
K.F.
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