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Freundschaftskreis

Ein neues Lied
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Der „Deutsche Freundschaftskreis“
in Hindenburg OS

Nach der seit 1945 andauernden Leugnung der Polonisierung und Unterdrückung der noch in Hindenburg und in ganz Oberschlesien lebenden deutschen Volksgruppe, bildeten sich Anfang der 80er Jahre erste lose Interessengruppen von Deutschen. Auch die Deutschen in Hindenburg OS wiesen in diesen Jahren erste Aktivitäten auf. Da der polnische Staat, unterstützt durch die katholische Kirchenführung in Warschau, nicht bereit war, die elementaren Menschen- und Volksgruppenrechte in Form von Zulassung formeller Verbände zu gewähren, bildeten die heimatvertriebenen Deutschen sogenannte „Deutsche Freundschaftskreise (DFK)“, die keiner staatlichen Registrierung bedurften, weil es sich um lose Zusammenschlüsse auf einer nicht verbandsbezogenen Ebene handelte. Die Aktivitäten der „DFK“- Gruppen wurden in fast allen Städten und Dörfern Oberschlesiens verzeichnet, die Vertreter dieser Gruppen versuchten für die Belange der deutschen Volksgruppen in Oberschlesien Gehör bei Vertretern der Politik und Kirche sowohl in Bonn als auch in Warschau zu finden. Der Einsatz lohnte sich. Am 4. Juni 1989 fand in der Klosterbasilika am St. Annaberg der erste deutschsprachige Gottesdienst statt. Noch bevor die Verbände der Deutschen unter dem Namen „Sozial-Kulturelle Gesellschaft der Deutschen in der Wojewodschaft Kattowitz“ (jetzt „Wojewodschaft Schlesien“) am 16. Januar 1990 zugelassen wurden, eröffnete man zwei Wochen davor in Hindenburg-Klausberg das erste deutsche Kulturhaus in Oberschlesien seit 1945.

 Die Verbände der Deutschen in Hindenburg OS gehören derzeit zum anerkannten und respektierten Bestand der jetzigen Stadtbevölkerung, eine Tatsache, die auf die sehr gute und ausgewogene Verbandsführung der gewählten Sprecher der deutschen Volksgruppe zurückzuführen ist.

 In Hindenburg OS sind derzeit über 7.000 Personen Mitglieder des DFK, wobei die Zahl der Deutschen das dreifache (ca. 10 % der Gesamtbevölkerung) betragen könnte. Die strikte Entnationalisierung der Deutschen seit 1945 und auch die wirtschaftliche Lage zwang bis Ende der 80er Jahre eine große Anzahl von Deutschen, in die Bundesrepublik Deutschland auszusiedeln.

Der „DFK“ arbeitet in mehreren Gruppen, die sich auf der Stadtebene zum Kreisverband zusammengeschlossen haben:

 

                            Stadtmitte
                                 Biskupitz-Borsigwerk
                                 Klausberg I
                                 Klausberg II
                                 Martinau
                                 Pilzendorf
                                 Zaborze.
Der Sitz des DFK-Kreisverbandes befindet sich in Klausberg:
                                        DFK-Zarzad Miejski
                                 Plac Kroczka 6
                                 PL-41-807 Zabrze

Zu den Aufgaben des DFK in Hindenburg OS gehören u.a.:

                   -soziale und kulturelle Betreuung von Deutschen
                   -Kulturarbeit
                   -Pflege des heimatlichen Deutschtums
                   -Förderung der deutschen Sprache
                   -Kinder und Jugendarbeit
                   -Außerschulische Bildungsarbeit im Bereich der
                    Geschichts- und Kulturvermittlung
                   -Förderung der deutschsprachigen Seelsorge
                   -Unterstützung des Völkerverständigungsgedankens.

Um diese Vorhaben zu realisieren, arbeiten die Gliederungen des DFK mit kulturellen, gesellschaftlichen, kirchlichen, städtischen und staatlichen Stellen in Hindenburg OS, aber auch mit dem Vertretungsausschuss „Hindenburg OS“ bei der Patenstadt Essen zusammen.

Trotz der erzielten Erfolge sind die organisierten Deutschen in Hindenburg OS bei der Wahrnehmung der Vertretung ihrer berechtigten kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben auf Unterstützung von Einrichtungen und Privatpersonen aus der Bundesrepublik Deutschland angewiesen.

Daher unsere Bitte:

Unterstützen Sie die Arbeit des „Deutschen Freundschaftskreises“
     in Hindenburg OS.

Kontaktaufnahme über:
Vertretungsausschuss „Hindenburg OS“ bei der Patenstadt Essen.


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Am 7. Oktober 2000 fand in Hindenburg OS die D.F.K.-Kreisvorstandswahl statt.

Wir gratulieren unseren Landsleuten und wünschen Ihnen viel Kraft für ihre verantwortungsvolle Arbeit zum Wohle unserer Heimat  ***Glückauf***Glückauf***Glückauf***

 

Der neugewählte D.F.K.-Kreisvorstand:

 

Helmut Malina Vorsitzender,
41-811 Zabrze, ul. J. Gawrona 1 B, Tel. 2 75 63 68.

Alfred Wlochowicz,1. Stellvertreter,
41-808 Zabrze, ul. Alfonsa Zgrzebnioka 9/3, Tel. 2 72 23 68.

Adelheid Sklepinski, 2. Stellvertreter und 1. Sekretär,
41-807 Zabrze, ul.11-Listopada 15, Tel. 2 74 24 97.

Alice Kotzott, Schatzmeister,
41-807 Zähne, ul. 11-Listopada 81, Tel. 2 74 27 30.

Wilhelm Kowolik, Kulturreferent,
41-807 Zabrze, ul. sw. Teresy 23, Tel. . 2 74 15 78.

Gerhard Masnica, Kulturreferent,
41-807 Zabrze, ul. Goglinska 33/7, Tel. 2 74 13 63.

Josef Gaschka, Organisation,
41-807 Zabrze, ul. Ratuszowa 4, Tel. 271 38 07.

Gerhard Biela, Organisation,
41-800 , Zabrze, ul. Pokoju 39/30, Tel. 276 06 88.

Josef Strzedula, 2. Sekretär,
41-800 Zabrze, ul. Sleczka 11/20, Tel. 2 71 56 96.,

 

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Alfred M. Liwowski ist tot

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In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 2000 starb infolge einer langen Krankheit der Vorsitzende des Kreisverbandes des Deutschen Freundschaftskreises (DFK) in Hindenburg/OS, Alfred Max Liwowski.

Alfred M. Liwowski wurde am z. Februar 1929 in Bikupitz geboren. Als Sohn oberschlesischer Erde war er auf das engste mit dem heimischen Bergbau verbunden. Als Fördermaschinist wurde er in seine wohlverdiente Rente entlassen. 1995 übernahm er das Amt des DFK-Kreisvorsitzenden in Hindenburg. Dank seiner Bemühungen und seinen Fähigkeiten zur Verbandsführung ist die organisierte deutsche Volksgruppe in seiner Heimatstadt zu einer politisch beachteten und gesellschaftlich anerkannten ethnischen Gruppe geworden. Während seiner Amtszeit baute er sehr gute Kontakte nicht nur zu der polnischen politischen kommunalen Stadtspitze auf, sondern auch zur katholischen Kirche, den musealen Einrichtungen, aber auch zum „Zwiazek Gornoslaski" (Oberschlesischer Verband) und der Gesellschaft der Lemberger. Seiner Umsicht im Umgang mit allen gesellschaftspolitischen Gruppen ist es zu verdanken, dass es in Hindenburg keine Konflikte aufgrund der nationalen Zugehörigkeit gab.
      Er bemühte sich um die Förderung des Deutschunterrichtes. Ihm ist es ebenfalls zu verdanken, dass in Hindenburg OS ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges errichtet werden konnte.

Er bemühte sich um die Förderung des Deutschunterrichtes. Ihm ist es ebenfalls zu verdanken, dass in Hindenburg OS ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkrieges errichtet werden konnte.

Seine Beerdigung war ein Zeugnis der Anerkennung seiner Verdienste. Zu den Trauergästen gehörten unter anderem der Stadtpräsident, Roman Urbanczyk, mit Vertretern der Verwaltung und des Rates, der Vorsitzende des DFK in der Woiwodschaft Schlesien, Blasius Hanczuch, der Vorsitzende des „Zwiazek Gornoslaski", Herbert Kopiec, der Vorsitzende der Gesellschaft der Lemberger, Andrzej Michniewski. Hanczuch sprach stellvertretend für die deutsche Volksgruppe Worte der Anerkennung auf einen Weggetreuen, der für seine Verdienste um das Deutschtum als „Streiter der ersten Stunde" seitens des DFK geehrt wurde. 

Für die jetzt in Hindenburg lebenden Lemberger sprach deren Vorsitzender Michniewski, der in seiner herzlich gehaltenen Grabrede an das Schicksal der Deutschen und der Ostpolen nach 1945 erinnerte. Er und andere Bewohner der Lemberger Gegend wurden nach 1945 aus ihrer Heimat vertriebenen und fanden in Oberschlesien ein neues Zuhause. Daher ist er dankbar, so Michniewski weiter, dass die Deutschen und die Ostpolen in Freundschaft leben können. 

Das feierliche Requiem feierte Prälat Paul Pyrchalla, der auch die Predigt hielt, in Konzelebration mit anderen Priestern, darunter Pfarrer Heinrich Rzega aus Lubowitz. Neben den zahlreichen Trauergästen begleiteten den verstorbenen Alfred Liwowski auf seinem letzten Weg Fahnenabordnungen und die Bergmannsblaskapelle aus Martinau.

„In tiefer Trauer verabschieden wir uns heute von Dir. Du warst uns ein guter Vorsitzender und Freund. Du warst ein tapferer und treuer Sohn deiner Heimat. Ein edler Kämpfer für unser Deutschtum. Wir gedenken Deiner in Ehren. Bleibe Du, auch im ewigen Leben, unser guter Kamerad" - mir diesen Worten, vorgetragen von Adelheid Sklepinski, nahmen die Deutschen in Hindenburg Abschied von Alfred Liwowski.
Damian Spielvogel (SN)
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