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Die
Hindenburger Heimatsammlung Essen seit
1953 Patenstadt von Hindenburg OS beherbergt die Hindenburger Heimatsammlung, die
in den letzten Jahren auf museumsgerechten Stand gebracht wurde. Im Auftrag der
Stadt Essen sind zunächst ein wissenschaftliches Gutachten zur Geschichte Oberschlesiens
im 20. Jahrhundert und eine Konzeption zur Neugestaltung der bereits seit Anfang der 90er
Jahre bestehenden Heimatstube erstellt worden Anschließend ist eine umfangreiche
Präsentation zur Geschichte der oberschlesischen Industriestadt Hindenburg und ihrer
Einwohner in der Hindenburger Heimatstube eingerichtet worden. In drei Räumen der
Bückmannshof-Schule hat der Besucher Gelegenheit, sich auf einer 175 Quadratmeter großen
Fläche, anhand von unzähligen persönlichen Erinnerungsstücken, Dokumenten, Fotos,
Landkarten, Stadtplänen, Auszeichnungen, Zeitungen, Büchern und Postkarten ein Bild von
Hindenburg zu machen. Besonders anschaulich sind die Exponate zum Bereich Bergbau
(Geräte, Werkzeug, Kleidung) sowie zu religiösen Themen. Das moderne
Ausstellungs-Konzept spricht zugleich mehrere Zielgruppen an. Für Vertriebene ist die
Ausstellung als Ort der Erinnerung gedacht, für deren Nachkommen als ein Ort, an dem sie
etwas über die Heimat ihrer Eltern erfahren können. Die in Essen und im Ruhrgebiet
wohnenden Aussiedler und die Einwohner des Ruhrgebietes werden in der Heimatstube
Hindenburg über die schwierige Geschichte Oberschlesiens als Teil der deutschen
Geschichte und über die komplizierten deutsch-polnischen Beziehungen informiert. Eine sachliche,
historisch-fachliche Aufarbeitung der anspruchsvollen Themen konnte unter der
Berücksichtigung sowohl deutscher als auch polnischer Quellen besonders nach der
Öffnung der polnischen Archive nach 1990 erlangt werden. Bereits vor dem
Betreten der Ausstellungsräume der 1997 neugestalteten Heimatstube sind großformatige
Bilder der Stadt Hindenburg vor 1945 zu sehen. Da Hindenburg eine für viele
Industriestädte des 19. und 20. Jahrhunderts beispielhafte Entstehungs- und
Entwicklungsgeschichte erlebt hat, liegt ein Vergleich mit Städten aus dem Ruhrgebiet
nahe. Die Ähnlichkeiten werden durch die Beschreibung der wichtigsten Industrieanlagen
Hindenburgs sowie durch Fotos aus dem Leben der Arbeiterfamilien und der Industriellen
unterstrichen. Einen wesentlichen
Teil der Ausstellung nimmt die Geschichte der Stadt Hindenburg in Anspruch. Der Besucher
kann den Beschriftungen und Hinweisen der einzelnen Exponate Daten und Entwicklungen aus
der Vergangenheit Hindenburgs entnehmen und parallel dazu aus der Geschichte
Oberschlesiens. Interessant sind beispielsweise Zeitdokumente der polnischen
Wahlpropaganda in deutscher Sprache wie auch die Sammlung von Sportauszeichnungen und
Diplomen. Die umfangreiche
Fotosammlung wurde thematisch geordnet (Schule, Industrie, Sport, Kirche, Stadtansichten
vor und nach 1945) und als integraler Teil der Ausstellung konzipiert. Als besonders wertvoll hebt sich die Postkartensammlung aus der Zeit bis 1945 hervor. Eine Büchersammlung zum Thema Hindenburg und Oberschlesien sowie ein kleines Archiv vervollständigen die Präsentation. Anschrift: Heimatmuseum Hindenburg OS Um vorherige
Kontaktaufnahme wird gebeten: . |