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In den Jahren 1829-1830 wurde die Verbindungsstraße Gleiwitz-Königshütte
O/S errichtet. Die gesamte Straßenlänge wurde als Kronprinzstraße`
ausgewiesen, also auch in Mathesdorf, Alt- und Klein-Zabrze,
Zaborze und Poremba. Seit dieser Zeit entstanden in Hindenburg
O/S zahlreiche Straßen. Sie alle wurden mit Namen versehen,
doch die Geschichte der letzten einhundert Jahre verursachte,
daß einige Straßen mehreren Namen hatten. Es waren hauptsächlich
zwei Ursachen dafür verantwortlich, daß eine Namensänderung
von Straßen in Hindenburg O/S vollzogen war. Die erste
war durch administrative Veränderung bedingt: Die zusammenlegung
von Dorotheendorf, Klein-Zabrze, Alt-Zabrze und Zaborze-Kolonie
C im Jahre 1905 in eine Gemeinde Zabrze; Eingemeindung
von Biskupitz-Borsigwerk, Mathesdorf und Zaborze-Poremba
durch die Stadt Hindenburg O/S im Jahre 1927; 1951 durchgeführte
Eingliederung von Pilzendorf, Mikultschütz (Klausberg),
Rokittnitz (Martinau), Paulsdorf, Kunzendorf und Makoschau.
Die zweite Änderung war durch politische Änderungen bedingt:
1933 - Machtergreifung durch Hitler in Deutschland, 1945
- Änderung der staatlichen Grenzen, 1989 - Zerfall des
realexistierenden Sozialismus in Polen.
Die Straßennamenänderungen kann anhand der vorhandenen
Materialien festgestellt werden. In der ersten Reihe gehören
zu ihnen Publikationen, die zu diesem Thema in den Jahren
1896-1915 in der Lokalzeitung "Zabrzer Anzeiger" diesbezügliche
Informationen veröffentlichten. Seit 1922 erscheinte in
Hindenburg O/S das "Hindenburger TagesblatC. In den im
Staatlichen Archiv in Gleiwitz aufbewahrten Jahrgängen
aus den Jahren 1926-1929 wurden ebenfalls zahlreihe Informationen
zu diesem Thema publiziert. Als letzte Pressequelle wird
die "Hindenburger Stadtblatt" ganannt. Zwischen 1929-1939
wurden dort Benachrichtungen über Neubenennungen oder
über Änderungen von schon vorhandenen Straßennamen abgedruckt,
die am Anfang von der Stadtverwaltung und später vom Oberbürgermeister
gezeichnet waren. Eine sehr wichtige Forschungsstelle
der 1927 durchgeführten Änderungen, stellten die im Gleiwitzer
Archiv aufbewahrten Materialien der Kommission unter Leitung
von Dr. Leo Schaletzki dar. Ferner erwiesen sich auch
sehr behilflich die Abschnittslandkarten "Ober-Schlesien"
und "Flötzkarte des Oberschlesischen Steinkohlenbeckens"
im Maßstab von 1:10000, Straßenpläne aus ,den Jahren 1905-1992,
und auch in einigen Fällen Ansichtskarten aus Biskupitz
und Zaborze. Nach 1945 wurden amtliche Änderungen in Anlehnung
an die Verordnungen des Städtischen Nationalrates (SNR)
und nach 1990 des Stadtrates (SR) der Stadt Hindenburg
O/S (nach 1945 Zabrze) durchgeführt.
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