Geschichte der Straßennamen
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Nur für das Jahr 1945 fehlt die entsprechende Verordnung, erhalten blieben nur die Verzeichnisse der Straßen und ein "Informationsplan der Stadt Zabrze und der Nachbarortschaften. 1:15000".Leider fehlen auch Unterlagen aus der Zwischenkriegszeit und der vorherigen Zeit, so daß eine Feststellung aller Straßennamen der 1951 eingemeindeten Ortschaften nicht möglich ist. Aus diesem Grund wurde diese Arbeit nur auf die Straßennamen begrenzt, die 1950 das Stadtgebiet bildeten. Vielleicht werden in der Zukunft neue Informationen vorhanden sein, die eine Aufarbeitung dieser Problematik für die im Süden und Norden liegenden Ortsteile Hindenburgs O/S ermöglichen.
Im Jahre 1868 begann Alfred Borsig mit dem Bau einer großen Wohnkolonie mit 66. Wohnhäuser. Sie wurde nahe des von seinem Vater, August Borsig, gegründeten Industriebetriebes angelegt, die man als Kolonie Borsigwerk bezeichnete. Den ersten Bauabschnitt beendete man 1890 - die Häuser standen entlang von sieben neuen Straßen. Sie wurden mit den Vornamen der BorsigFamilie versehen: August-, Albert-, Anna-, Arnold-, Ernst-, Konrad- und Luisenstraße. In der gleichen Zeit wurde die Straße zwischen der Kolonie Borsigwerk und dem "Biskupitzer Schloß", dem Sitz der Werksdirektion der Borsigschen Industrieanlagen, als Schloßstraße benannt.
Erste Straße über deren Namensänderung die Lokalzeitung "Zabrzer Anzeiger" informierte, war die damalige Neuestraße. Diese Querstraße der Dorotheenstraße führte durch den Wochenmarktplatz, und zwar neben dem Gemeindehaus und mündete in die Ringstraße ein. Am 01. April 1896 beschloß die Gemeindeverwaltung von Klein-Zabrze diese Straße nach dem unlängst verstorbenen Apotheker, Richard Kania, der auch 1893-95 Gemeindeleiter war, zu benennen. So entstand die Kaniastraße. Im Oktober des gleichen Jahres wurde die neue Verbindungsstraße zwischen der Dorotheen- und Kronprinzenstraßen benannt. Als Namensgeber wurde der Hl. Florian auserwählt die Straße führte die Bezeichnung: Florianstraße. Fünf Jahre später, im März des Jahres 1901, wurde die nach den sieht dort befindlichen Cholerabaracken benannte Barackenstraße in Wilhelmstraße umgeändert
.Die Entwicklung des Wohnungsbaus in der Gemeinde Alt-Zabrze um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts verursachte eine Notwendigkeit der Benennung von vielen neuen und von verlängerten alten Straßen. Im Jahre 1904 entstanden: Luisen-, Augusta-, Albrecht-, Sedan-, Ziegel-, Ziller-, Reden-, Flur-, Pfarr-, Deichsel-, Lützow-, Roon-, Bitter-, Hatzfeld-, Zedlitz-, Seydewitz-, Solger-, Ziethen-, Ufer- und Kurzestraße. Südlich der Bahnlinie Breslau-Myslowitz wurde die Michaelstraße verlängert. Man verlängerte auch um neue Abschnitte die Emmy- und Koppstraßen.
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Ein Jahr später wurde die Verbindung zwischen der Biskupitzer Chaussee und der Concordia-Grube als Konkordiastraße benannt. Verwaltungsmäßig gehörte sie der Gemeinde Biskupitz an.Am 01. April 1905 konnte nach mehrjährigen Bemühungen eine einheitliche Gemeinde Zabrze geschaffen werden. Sie bestand aus den bisweilen selbständigen Gemeinden Dorotheendorf, KleinZabrze, Alt-Zabrze, Gutsbezick Zabrze, Kolonie C der Gemeinde Zaborze und eines Teils des Gutsbezirkes Zaborze. Als Folge der einheitlichen Gemeindebildung war die Notwendigkeit einer Straßennamensänderung der einigen gleichlautenden Straßen. Im Juni 1905 hat die Vertretung der neuen Gemeinde Zabrze das Vorhaben vorgenommen. In Alt-Zabrze wurden geändert: Urban- in Galda-, Guido- in Goethe-, Albrecht- in Mathias-, Ziller- in Alsenstraße. Gleichzeitig wurde die Augustastraße aufgelöst. In Dorotheendorf änderte man: Feld- in Hohenzollem-, Friedrich- in Holwede-, Karl- in Schamhorst-, Wald- in Körnerstraße. In Kolonie C wurde die Berg- in Humboldt- und Glückauf- in Brandenburgerstraße geändert. Die letzten Änderungen nahm man in Gutsbezirk Zabrze vor: Karl- wurde in Bülow- und Bitta- in Schillerstraße geändert. Die neugebildete Gemeinde wurde in zwei Verwaltungsbezirke aufgeteilt, die Grenze bildete die schon erwähnte Bahnlinie Breslau-Myslowitz. Anhand des Straßenverzeichnisses der Gemeinde Zabrze, das im Juni 1905 erstmalig veröffentlicht wurde, gehörten dem Südbezirk 70. Straßen an: Adolf-, Albrecht-, Anna-, Augusta-, Bahn-, Bergmann-, Bismarck-, Bitter-, Blücher-, Burchardy-, Brandenburger-, Cäcilien-, Deichsel-, Dorotheen-, Florian-, Friedrich-, Friedrich-Karl-, Garten-, Glückauf-, Guido-, Grün-, Gerichts-, Hatzfeld-, Hedwig-, Hohenzollem-, Holwede-, Hubert-, Humboldt-, Kaiser-, Kaiser-Wilhelm-, Kallenbach-, Kania-, Karl-, Kirch-, Kopp-, Körner-, Kronprinzen- (Nr 149-163 i 130-144), Kurze-, Kolonie-, Lessing-, Linden-, Lilly-, Lützowstrasse, Marktplatz, Markt-, Michael- (Nr. 13-43), Parisius-, Pfarr- (Nr. 5-33) Roon-, Seydewitz-, Scharnhorst-, Schechestraße, Schecheplatz, Schiller-, Schlachthaus-, Schul-, Schulze-, Solger-, Sosnitzaer-, Steinbruch-, Urban-, Velsen-, Viktoria-, Vinzenz-, Wall-, Werkplatz-, Wehowsky-,Wilhelm?, Winkler? und Zedlitzstraße. Dagegen befanden sich im Nordbezirk 45. Straßen: Alsen?, Bahnhof?, Barbara?, Berg?, Beuthener?, Bülow?, Emmy?, Feld?, Flur?, Friedhof?, Galda?, Goethe?, Grenz?, Halden?, Herrmann?, Heinrich?, Hochberg?, Hütten?, Kanal?, Konkordia?, Kronprinzen? (Nr. 1?147 und 2?128), Ludwigsglück?, Luisen?, Lücke?, Mathias?, Michael? (Nr. 1?12), Mittel?, Noah?, Paul?, Pfarr? (Nr. 1?3), Reden?, Rosen?, Sand?, Sedan?, Schmidt?, Stollen?, Teich?, Turm?, Ufer?, Vorwerk?, Weinkopff?, Werder?, Ziegel? und Ziethenstraße sowie der Weg zur Ziegelei Kaiser. Da die drei Straßen: Kronprinzen-, Michael- und Pfarrstraße in beiden Bezirken lagen, waren es insgesamt 112: Straßen,
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