Geschichte der Straßennamen
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die in der damaligen Gemeinde Zabrze sich befanden. Leider konnten die im Südbezirk aufgeführten Kallenbach- und Winklerstraßen nicht auf dem Plan der Gemeinde Zabrze aus dem Jahre 1905 und auch den späteren Plänen lokalisiert werden. Sie wurden auch nicht in den Adressbüchern geführt. Wahrscheinlich wurden diese Bezeichnungen in Alltagsleben verwendet, die jedoch später verloren gingen. Unsicher ist auch die Lage der im Nordbezirk erwähnten Ludwigsglückstraße. Es wird angenommen, daß so die kleine Straße am Bahnhof "Ludwigsglück" bezeichnet wurde, heute in Hindenburg-Nord liegend. Weil sie aber auf keinen Plänen verzeichnet ist, kann hier nur die Rede von einer Vermutung sein. Im Nordbezirk wurde auch die Beuthener Straße aufgeführt. So wurde diejenige Straße bezeichnet, die bei der Vorwerkstraße anfing und in späterem Verlauf das Galände der Donnersmarckhütte und der Concordia-Grube durchquerte, die dann auch die Konkordiastraße überquerte, und an die in Biskupitz beginnende Zabrzer Straße anknüpfte. Der Lagerplan der Donnersmarckhütte aus dem Jahr 1905 liefert zu den schon erwähnten 112. Straßen noch weitere drei hinzu, und zwar die Mikultschützer-, und von ihr nach links abbiegende Hilgerstraße sowie den im Hüttenpark führenden Weg nach dem Park. Ferner wurden auch aufgeführt: die Biskupitzer- und Makoschauer Chaussee. Die im Jahre 1848 durch den Grafen von Donnersmarck errichteten einfachen und einstöckigen Häuser für die Hüttenarbeiter in der Sandstraße befriedigten nur eine kurze Zeit die Bedürfnisse der Bewohner. Deswegen baute in den Jahren 1902-1912 die Aktiengesellschaft "Donnersmarckhütte" eine neue Wohnkolonie, die südlich zu der Biskupitzer Chaussee angelegt war. In der Siedlung wurden vier neue Straßen gebaut. Im Juni 1910 wurde die Hauptsraße dieser Wohnkolonie mit der Bezeichnung Hochgesandstraße versehen. Man wählte zum Namensgeber der Straße den Hüttendirektor, Julius Hochgesand, der zwischen 1889-1893 und 1894-1913 das Amt des Generaldirektors ausübte. Die übrigen drei Straßen wurde im März 1913 mit Namen versehen. Zwei Querstraßen der Hochgesandstraße wurden entsprechend als Janus- und Schuckmannstraße und die Verbindung der Sand- und Ackerstraße als Heinitzstraße bezeichnet. .Im November 1911 wurden während einer Gemeinderatssitzung einige neuen Straßen in Zaborze eingeführt. Die bisherige Rollnikstraße im Abschnitt zwischen der Kronprinzenstraße und der Volksschule VI wurde als Schönaichstraße ausgewiesen, dagegen der Straßenabschnitt ab der Volksschule VI bis zur Kläranlage weiter die alte Bezeichnung Rollnikstraße führte. Die lange Straße, die gegenüber der Bergwerksdirektion begann, und vollständig durch Zaborze-Dorf verlief,wurde in drei Abschnitte mit folgenden Bezeichnungen aufgeteilt: Zabrzer-, Dorf- und Hermannstraße.
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Seit diesem Jahr existierten auch die Luisen-, Hütten-, Wolfgang-, Kirch-, Seitenund Kurzestraßen.Im Februar 1915 wurde der Gesamtgemeindename von Zabrze auf Hindenburg O./Schl. geändert. In Folge der Entscheidung wurde die Hauptstraße in Biskupitz-Borsigwerk, die Zabrrer Straße, in Hindenburgstraße umbenannt.
Am 20. Oktober 1921 wurde die Teilung Oberschlesiens beschlossen. Hindenburg O/S, Biskupitz mit Borsigwerk, Mathesdorf und Zaborze blieben innerhalb des deutschen Staates, und am 04. Juli 1922 wurde wieder eine deutsche Verwaltung eingeführt. Die Teilung Oberschlesiens, die durch Kampfhandlungen und Volksabstimmung im Vorfeld begleitet war, verursachte u.a. auch einen Zuzug von deutschen Flüchtlingen aus den an Polen gefallenen Gebieten. Auch zahlreiche Arbeiter aus anderen Teilen Deutschlands wurden für die Arbeit in oberschlesischer Industrie angeworben. Aufgrund des Bevölkerungszugangs war es notwendig, daß eine Erweiterung des vorhandenen Wohnraumes erfolgte ? es wurden sowohl Siedlungen von Mehrfamilienhäusem als auch Ein? oder Zweifamilienhäuser gebaut. Die Mehrzahl der Wohnsiedlungen entstand in der zweiten Hälfte der 20ger oder anfangs 30ger Jahre. Mit dem Entstehen von Siedlungen war eine Neuanlegung von Straßen ebenfalls notwendig. In der Südsiedlung, die zwischen 1923?1928 an der Burchardistraße gebaut war, gab es schon 1924 die Gattomastraße wie auch den Amsel? und Finkenweg. Im Noyexttber 1926 wurden vier weitere Straßen benannt: Lerchen?, Zeisig?, Eichendorff? und Meisenweg; dagegen der Finkenweg wurde um einen neuen Abschnitt verlängert. Bevor in Hindenburg O/S neue Straßenbezeichnungen eingeführt wurden, wurde die Eingemeindung von Biskupitz?Borsigwerk, Mathesdorf und Zaborze mit Poremba beschlossen. Mit dem 01. Januar 1927 wurde es amtlich vollzogen, damit stand wiederholt das Problem der Doppelbezeichnungen einiger Straßen. Zum Zwecke der Problemlösung wurde bei der Stadtverwaltung eine Kommission unter Leitung von Dr. Leo Schaletzki gebildet. Sie tagte zwischen 1927?1928 sehr oft. Die anfänglichen Bezeichnungsvorschläge weisen einen Unterschied zu den später angenommenen Bezeichnungen auf. Ursprünglich waren für die Stadtmitte keine Änderungen vorgesehen. Doch schon anhand der am 17. März 1927 verbreiteten Kommissionsvorschläge sollten vier Straßennamen geändert werden: Luisen? in Nord?, Anna? in Elisabeth?, Hütten? in Peter?Paulund Konkordia? in Eintrachtstraße. Es wurden jedoch nur die zwei letzten Vorschläge angenommen, indem eine Änderung der Luisen? in Teschener? sowie Anna? in Bielitzer Straße erfolgte. Viel größere Änderungen wurden in den neuangegliederten Stadtteilen vollzogen.
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