Geschichte der Straßennamen
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Weitere neuen Straßen sind in Hindenburg O/S wieder im Januar 1929 erschienen. In der ausgebauten Nordsiedlung entstanden: Gerhard-Wagner-Weg, Wilczek- und Jeenelstraße sowie Michael-Tor-Platz. Nördlich von der Kronprinzenstraße erfolgte eine Verlängerung der Damaschkestraße. In der neu Siedlung "Selbsthilfe", die nahe des Stadtparks (Skagerrak-Park) gebaut wurde, wurden zwei Straßen als Birken- und Pappelweg und gleichzeitig der Platz als Tarnowitzer Platz ausgewiesen. Es wurden auch neue Bezeichnungen für neue Straßenzüge und Bauten eingeführt. Die Verbindungsstraße zwischen den Ziegel- und Teichstraßen benannte man als Brückenweg, die in Richtung der Ziegelei führende Querstraße der Michaelstraße bezeichnete man als Lehmgrubenstraße, dagegen die Verbindttngstraße zwischen den Holtei- und Hatzfeldstraßen als Sauermondstraße geführt. Die neue Querstraße der Dorotheenstraße benannte man als Klingestraße, die Verbindung zwischen der Florianstraße und dem Schecheplatz als Elisabethstraße, und die Straße zwischen der Kirchstraße und dem Reitzensteinplatz als Reichsbankstraße. Gleichzeitig entstand in Biskupitz der Hohenlindeweg und die durch die Kommision des Dr. Schaletzki's unberücksichtigte Wasserstraße wurde in Flutbrücke umbenannt. Auch in Zaborze änderte man zwei Straßennamen: Zum Lichtloch in Gieschestraße und Schuckmann- in Salzbrunnstraße.
Ebenfalls im Jahre 1929 wurde in Zaborze an der Zabrzer Straße eine Wohnsiedlung gebaut. Noch im Januar des gleichen Jahres wurde eine der dortigen neuen Straßen mit der Bezeichnung Fiebigstraße versehen. Im Juni dagegen wurden die restlichen Straßen benannt: Bismarckhütter-, Myslowitzer-, Kalide-, Badesto-, Laurahütter- und Sohrauer Straße. Gleizeitig wurde der nahgelegene Schwarzer Weg in Kattowitzer Straße umbenannt. In Biskupitz wurde der Straßenabschnitt zwischen den Konkordia- und Mühlstraßen als Annasegenstraße benannt.
In den Jahren 1928-1939 wurden in der neuen und großen Siedlung, die zwischen den Pfarr- und Wilhelmstraßen lag, etwa 40. größere und kleinere sogenannte "kasernierte" Wohnblocks gebaut. Schon im Februar 1930 hat man die ersten sich dort befindlichen Straßen benannt: Bebel-, Rathenau- und Erzbergerstraße. Ebenfalls im Februar erhielt die Straße "Im Dorfe" in Zaborze die Bezeichnung Schmiedebrücke und die bisweilen ohne Bezeichnung bleibende kleine Straße zwischen der Dorfstraße und Schmiedebrücke wird als Paul-Keller-Straße benannt. Auch eine Gleiwitzer Straße wird es geben, und zwar in der Nordsiedlung, die parallel zum Stollenkanal verlief. Im September 1930 wird das südlich von der Burchardistraße angelegte Sträßchen als Sthwalbenweg bezeichnet.
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Die nächsten neuen Straßenzüge in Hindenburg O/S erscheinen im Jahre 1932. Die Querverbindung der Burchardistraße, die parallel zum Schwalbenweg verlief, wurde als Drosselweg ausgewiesen. Die parallel zur Kantstraße verlegte Straße wurde als Fichtenweg bezeichnet. Weitere Querstraßen der Michaelstraße benannte man als: Hardenberger- und Yorckweg. In Mathesdorf wird die Querstraße der Auenstraße mit dem Namen Robert-Koch-Straße versehen. Im Januar 1933 kam Adolf Hitler an die Macht. Im gleichen Jahr oder auch in dem darauffolgenden Jahr 1934 wurde au seiner Ehre die bisherige Ebertstraße umbenannt. 1934 wurde der Bau der Einfamilienhäusersiedlung "Kleinsiedlung Küsteracker" beendet. Die Häuschen wurden entlang von elf neuen Straßen gebaut, die im August mit folgenden Bezeichnungen versehen wurden: Friesen-, Schützen-, Küster-, Hecken-, Weidmannsweg, Ain Grünen Eck, Auf der Höhe, Lichter Hag, An der Quelle, Vogelweide und Fritz-Reuter-Straße. Ein Abschnitt des Meisenwegs zwischen der Bahnlinie Sosnitza - Poremba und der Sosnitzaer Straße gelegen - wurde damals als An der Josefskirche, dagegen zwei Querstraßen der Sosnitzaer Straße als Kleinwächterweg und Dietrich-Eckert-Straße bezeichnet. Gleichzeitig bezeichnete man als Dohlenweg eine Gasse in der Barackensiedlung, die im Südbereich der Burchardistraße entstand. Der neuangelegte Platz in der Stadtmitte, der an der Kreu5.ung der Kronprinzen- und Bahnhofstraßen plaziert war, erhielt die Bezeichnung Peter-Paul-Platz. In Mathesdorf, in der nördlich von der Pestalozzistraße gebauten Kleinsiedlung, entstanden zwei neue Straßen: Johann-Palm- und Robert-Blum-Straße.
Im März 1935 erhielten Nietsche- und Hagelweg einen Queranschluß an die Schopenhauerstraße, zwischen den Hardenberg- und Yorckstraßen wurden ein Boelckeplatz sowie Von-Henkeund Richthofen-Weg angelegt, und die Mikultschützer Straße wurde um die Querstraße Am Krankenhaus erweitet. Die nächste Stadtrandsiedlung wurde in Hindenburg O/S entlang der Mikultschützer Straße in den Jahren 1936-1938 gebaut. Schon im Januar 1936 wurden dort 14. neue Straßen benannt: Danziger-, Tondern-, Memeler-, Eupener-, Apenrader-, Hultschiner-, Thorner-, Bromberger-, Posener-, Graudenzer-, Gnesener-, Lissauer-, Dirschauer- und Rawitscherweg. Die Großsiedlung selbst bezeichnete man als "Siedlung der Deutschen Arbeitsfront" ("DAF-Siedlung"), und die Straßennamen sollten an die von Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg an Litauen, Tschechoslowakei, Belgien und Polen verlorenen Gebiete erinnern. Bei dieser Gelegenheit erhielten in Mathesdorf drei Straßen folgende Bezeichnungen: Peter-, Lüderitz- und Togostraße; ein weiterer Queranschluß der Sosnitzaer Straße banannte man als Mackensen Weg; die Verbindungsstraße zwischen der
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