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Schlesische Nachrichten 24/2001

Schlesische Kulturpflege in der ev. Dorfkirche Alt Staaken in Berlin Spandau

Die Dorfkirche von Alt Staaken lag von 19511990 an der Grenze, die den Berliner Ostteil trennte. Mehrfach wurde die Bev�lkerung um und ausgesiedelt. Die alte Kirche und ihre Gemeinde teilten das Schicksal der Bewohner. Die Dorfkirche und ihre Gemeinde verk�mmerten, die Glocken h�rten auf zu l�uten, das Inventar verschwand. Kurz vor dem Mauerfall regte sich wieder kirchliches Leben. Gegenw�rtig wird die Kirche renoviert. Dazu geh�rt die k�nstlerische Gestaltung der s�dlichen Innenwand mit einem neuen Wandgem�lde unter dem Thema "Vers�hnte Einheit" nach Entw�rfen des italienischen Malers Mucchi aus Mailand. Auf dem Bild sind ev. und kath. Theologen (u.a. Luther und Ignatius von Loyola welch ein Gegensatz!), Wissenschaftler, Humanisten, Politiker, K�nstler verfremdend auf unsere Zeit �bertragen zu sehen. Sie m�ssen lernen, miteinander auszukommen, hier und andernorts. Die Einheit der Christenheit ist gemeint, aber auch die der V�lker und Kulturen in Europa. Gedanklich stehen die Personen auf dem Hintergrund des ehemaligen Grenz�bergangs Staaken Heerstr. Unter dem vers�hnenden Kreuz. Die Malerei enth�lt u.a. schlesische Hintergr�nde. Der ebenfalls dargestellte Kopernikus hat schlesische Wurzeln und Ignatius hat seinen Platz dort u.a. eingenommen, weil die umstrittene T�tigkeit der Jesuiten in der Heimat meiner Vorfahren, der Grafschaft Glatz fr�her zu der Bezeichnung "Glatzer Naazlan" (von Ignatius abgeleitet, freundliches Spottwort f�r die Grafschafter) f�hrte.Seit einigen Jahren gibt es eine �kumenische Spielschar hier, die alle zwei Jahre ein altes Dreik�nigsspiel aus der Grafschaft Glatz auff�hrt. Das wiederum f�hrte zu mehreren Gemeindefahrten nach Schlesien. Ferner wird seit einigen Jahren in der Weihnachtszeit die schlesische Komposition "Brieger Christnacht 1944" von Max Drischner zu Geh�r gebracht.

Die n�chsten Auff�hrungen sind: Do. 20. 12. 2001 um 19.00 und 24. 12. 2001 um 16.30 Uhr.

Einmal im Jahr h�lt schlie�lich die Gemeinschaft ev. Schlesier in Staaken einen Gottesdienst nach der altpreu�ischen Ordnung. Den letzten hatte im M�rz 2000 der fr�here G�rlitzer Bischof Prof. Dr.Dr. Rogge gehalten unter dem Leitwort "Meine Zeit steht in deinen H�nden". In den Jahren seines Ruhestandes hatte er der Gemeinde in kircheninternen Problemen zwischen Ost und West beigestanden.
Norbert Rauer (SN)


Neue Grenzbr�cke entsteht bei G�rlitz

Der Bau einer neuen Grenzbr�cke �ber die Nei�e hat k�rzlich im G�rlitzer Ortsteil Hagenwerder begonnen. Die k�nftige Verbindung ins polnische Radomierzyce soll 2003 fertig gestellt sein. Das Projekt kostet mehr als vier Millionen Euro und wird von der EU gef�rdert. Der Grenz�bergang ist f�r Fu�g�nger, Radfahrer und Autos bestimmt. Er entsteht an der Stelle, an der bis 1945 eine Br�cke �ber die Nei�e f�hrte. Die Verhandlungen f�r den Neubau reichen bis 1992 zur�ck. ("Freie Presse" Chemnitz vom 6.11.01)SN

Gro�e Krippenausstellung im "Haus Schlesien"

Auch in diesem Jahr l�dt die stimmungsvolle Pr�sentation von historischen und zeitgen�ssischen Krippen im MUSEUM F�R SCHLESISCHE LANDESKUNDE zur Besinnung in der Adventszeit ein.
In der Zeit vom z. Dezember 2001 bis 13. Januar 2002 wird im HAUS SCHLESIEN, in K�nigswinter Heisterbacherrott nahe Bonn, eine Vielzahl wertvoller Krippen gezeigt. Einen besonderen Schwerpunkt der traditionellen Krippenausstellung bildet in diesem Jahr eine Privatsammlung von internationalen Kleinkrippen, die erstmals im HAUS SCHLESIEN zu sehen ist.

An einigen Nachmittagen ist der Zugang nur eingeschr�nkt m�glich (Auskunft: 02244/886 235).
Mit einem gem�tlichen Adventskaffee in der R�bezahlstube kann der Ausstellungsbesuch abgerundet werden. Am Sonntag, dem 16.12., findet um 15.30 Uhr ein schlesisches Weihnachtsliedersingen statt.
Museum f�r schlesische Landeskunde im HAUS SCHLESIEN, Dollendorfer Str. 412, 53639 K�nigswinter Heisterbacherrott, ge�ffnet: Di. Fr. von 10 12 Uhr und 13 17 Uhr, 15., 24., 31.12.2001 und 01.01.2002 geschlossen 1. und z. Weihnachtsfeiertag 13 17 Uhr. Gruppenf�hrungen nach Voranmeldung, Tel. (0 22 44 / 88 60) Internet: http://schlesisches.museum.com E Mail: museum@haus schlesien.de


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