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Schlesische Nachrichten 02/2002

Günter Kelbel 80 Jahre
Seine Liebe gilt der schlesischen Heimat

Am 12. Januar 2002 wurde der Ehrenpräsident des Schlesischen Kreis-, Städteund Gemeindetages (SKSG) 80 Jahre alt. Von 1983 bis 1997 gestaltete er als Präsident die Arbeit des SKSG, der unter seiner Führung zu einer aktiven Gemeinschaft der schlesischen Heimatkreisvereinigungen und Bundesheimatgruppen wurde. Sah vor der Wende Günter Kelbel die Hauptaufgabe des SKSG im kommunalen Bereich bei der Pflege der Patenschaften und der Heimatstuben, so war nach der Wende das Ziel der Arbeit die grenzüberschreitende Verständigung zwischen Deutschen und Polen. Dabei standen die Partnerschaften schlesischer Städte mit den Patenstädten der Heimatgruppen im Mittelpunkt. Aber auch die Umweltverschmutzung in Schlesien, der Deutschunterricht und der Kontakt zu den Deutschen Freundschaftskreisen in Schlesien waren Schwerpunkte seiner Arbeit.
Günter Kelbel wurde 1922 in Breslau geboren und verlebte seine Kindheit auf Gut Böhmwitz bei Namslau. Im Krieg schwer verwundet studierte Günter Kelbel nach der Vertreibung in Halle Rechtswissenschaften. 1950 wurde er wegen seines Eintretens für Schlesien in der DDR verhaftet. Danach konnte er nach Westberlin fliehen, wo er sein Studium beendete. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen wurde er Richter und 1958 in das Bundesjustizministerium berufen, wo er bis zu seiner Pensionierung als Ministerialrat tätig war.
Für seine Verdienste um seine Heimat Schlesien und für sein Mitwirken bei der Bundesgesetzgebung wurde Günter Kelbel 1985 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1987 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Die Landsmannschaft Schlesien verlieh ihm 1996 das Schlesierkreuz, die Bundesvereinigung der Breslauer die Karl v. Holtei-Medaille. Fast 30 Jahre leitete Günter Kelbel die Namslauer Heimatgruppe, die Namslauer zeichneten ihn dafür mit dem „Goldenen Ehrenzeichen" ihrer Heimatgruppe aus. Die Heimatkreisvereinigung der Brieger ehrte ihn mit der Brieger Medaille am Band und schon 1972 überreichte ihm die Stadt Krefeld die Plakette mit dem Majestätssiegel Kaiser Karls IV
Die Schlesischen Nachrichten und damit die Landsmannschaft Schlesien und der Schlesische Kreis-, Städte- und Gemeindetag wünschen ihm auch weiterhin viel Schaffenskraft für seine Arbeit für Schlesien. jg (SN)


Gemeinsam stärker sein

Der Pommersche Kreis- und Städtetag und der Schlesische Kreis-, Städte- und Gemeindetag wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Sie sind Arbeitsgemeinschaften der pommerschen und schlesischen Bundesheimatgruppen. Diese Zusammenarbeit wurde auf einer Sitzung der Präsidien im Haus Schlesien beschlossen. Ziele der Zusammenarbeit sind gemeinsame Kulturtagungen um einen regen Gedankenaustausch auch mit den polnischen Städten in den ehemaligen deutschen Ostgebieten zu erreichen. Auch die Landsmannschaft der Ostund Westpreußen soll aufgefordert werden, dabei mitzuarbeiten. Neben den kulturellen Kontakten stehen auch Fragen des Umweltschutzes und der Schulpolitik im Blickfeld der Zusammenarbeit.
Die ostdeutschen Heimatgruppen haben seit Jahren enge Kontakte zu ihren heute polnischen Heimatgemeinden. Diese Kontakte haben viel zur Verständigung zwischen Deutschen und Polen beigetragen. Deutsch-polnische Verständigung im Zeichen des zusammenwachsenden Europas ist eine gesamtdeutsche Aufgabe der Menschen zwischen Rhein und Oder und die Heimatvertriebenen können hier
eine wichtige Brückenfunktion ausüben. Viele Heimatgruppen haben Partnerschaften zwischen den Patenstädten und ihren Heimatstädten angeregt. Der Pommersche Kreis- und Städtetag hat sich ebenso wie der Schlesische Kreis-, Städte- und Gemeindetag um Schulpartnerschaften bemüht und Heimatkarteien und Ortschroniken angeregt. In der gemeinsamen Arbeit mit polnischen Städten soll noch mehr zusammengearbeitet werden, denn gemeinsam ist man stärker, so das Fazit der Sitzung im Haus Schlesien.
Jutta Graeve (SN)


Heimatnachmittag in Bonn unter dem Motto „Weinfest in Grünberg"

Am Sonntag, 3. März 2002 findet in Bonn der 3. Heimatnachmittag „Schlesien" statt. Er steht unter dem Motto „Weinfest in Grünberg". Nach dem Kaffeetrinken ab 15.00 Uhr beginnt das Programm um 16.00 Uhr. Mitwirkende sind u. a. der Chor La Musica, Bonn, „Beredis" aus Bischofwerda, Tanz-und Spielgruppe im BdV Bergheim, aus Breslau Joanna Hermann, Violine, und Annette Ferber, Klavier, die Weinkönigin Karina Weinand, Mayschoß/Ahr, Michaela Stefani Ast (Chefredakteurin Schlesische Nachrichten) und Hildegard Kähl (schlesische Mundart). Durch das Programm führt: Michael Ferber.
- Programmänderungen vorbehalten Stadthalle Bad Godesberg, Koblenzer Str., U 16, 63, Bus-Stop, Parkplatz Rigal'sche Wiese


Schlesische Jugend, Landesgruppe NRW e.V.
Jahresplanung 2002

13. - 14.4.2002 Tanzlehrgang
8.6.2002 Tanzlehrgang in Bergheim
29./30.6.2002 Sommerfest in Wuppertal/ Schwelm
24. - 28.7.2002 Europeade in Antwerpen
28.7.2002 Mutter-Anna Fest in Neviges
21. - 28.8.2002 Singwoche in Schlesien
31.8./1.9.2002 Fahrt zum Trach tenmarkt in Greding
26. - 27.10.2002 Tanzlehrgang/ Trachtenlehrgang
23. - 24.11.2002 Kathreintanz

Vorschau auf die Sendung
ALTE UND NEUE HEIMAT

samstags von 19.05 bis 19.45 Uhr auf WDR 5
Redaktion: Gudrun Schmidt / Christiane Ebermaier

28. Januar 2002
Gut Ding will Weile haben
Das erste Schlesische Musiklexikon liegt vor von Edith Lia Vasilescu

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