Hindenburger  Denkmäler und Gedenktafeln bis 1945   Seite 2

 

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Gedenktafeln und Denkmäler für die Hindenburger Opfer des
Ersten Weltkrieges

Während des Ersten Weltkrieges starben viele Hindenburger, die in der deutschen Armee dienten. Fast in der gesamten Zwischenkriegszeit stifteten Betriebe, Verbände und Kirchengemeinden ihren Mitgliedern Gedenktafeln. Die zwei ersten waren den evangelischen Gemeindemitgliedern aus Hindenburg OS, die dritte den evangelischen Christen aus Zaborze (später Hindenburg-Ost).
Alle drei wurden vom Landbaurat Bürgermeister aus Breslau entworfen, angefertigt wurden sie in Holz vom Zimmermeister Kotscharek und angestrichen vom Malermeister Zuber. Die zwei Tafeln wurden in der Hindenburger Friedenskirche am 22. August 1920 eingeweiht. Die Tafel in der Königin-Luise-Gedächtniskirche in Zaborze wurde am 5. September 1920 eingeweiht.

Die Gedenktafeln, die den neuen Postmitarbeitern gewidmet waren, wurden im Gebäude der Hauptpost am Bahnhofsplatz am 16. Oktober 1921 enthüllt.

Vor 1923 entstanden fünf Tafeln, die den Betriebsangehörigen der Hütte, Kokerei und Gruben der Aktiengesellschaft ,,Donnersmarckhütte AG" angehörten. Sie befanden sich im Verwaltungsgebäude an der Beuthener Straße 1. Auf der ersten Tafel stand:

,,ZUM GEDÄCHTNIS / DER IM WELTKRIEGE /1914-1918/FÜR DIE HEIMAT / GEFALLENEN AUS UNSEREN REIHEN".

Beidseitig befanden sich Eisenkreuze. Die Tafeln waren in Rahmen, an allen Ecken waren Verzierungen angebracht und unten drei Eichenblätter. Auf allen fünf Tafeln wurden die Namen der Gefallenen der jeweiligen Betriebe aufgeführt.


Die den 13 Mitarbeitern des Amtsgerichts in Hindenburg OS (Dorotheenstrasse 21) gewidmete Tafel wurde am 17. Dezember 1922 enthüllt. Sie befand sich im Treppengang zwischen dem ersten und zweiten Stock, und zwar gegenüber dem Eingang zum Gerichtsbeisitzer-Saal.

Die Gedenktafel für die 44 gefallenen Mitglieder des ,,Turnverein Frisch-Frei Hindenburg-Süd" wurde im Vereinslokal an der Dorotheenstrasse 59, im ,,Cafe Borussia", am 23. Juni 1923 enthüllt. Auf der von Bildhauer Schmidt aus Bad Landeck errichteten Tafel wurden die Namen der Gefallenen angebracht:
Kurt Appel, Alfred Büttner, Alfred Buchczyk, Kurt Drössier, Viktor Draczek, Heinrich Goletz, Karl Grabe, Joseph Gersch, Georg Greczyk, Wilhelm Gorczytza, Georg Hoffmann, Fritz Hübner, Arthur Jagla, Leo Jakubczyk, Paul Jendryssek' Dr. Georg Kühne, Georg Krensel, Ernst Kerzel, Hans Knapplik' Peter Kleinert, Johann Kaluza, Alois Kischka, Joseph Kotzur, Georg Langosch, Paul Latkannek, Engelbert Lenza, Max Muras, Josef Nasteinczyk, Hugo Nierobisch, Emil Ossmann, Johann Ossmann, Theodor Plasa, Ignatz Rzepka, Fritz Ross, Alfred Rother, Christel Sack, Johann Salzbrunn, Franz Schneider, Franz Schutt, Richard Schmieczek, Stefan Smolka, Theodor Smolka' Engelbert Schmack  und Dr. Waldemar Wanjura-Lubojanski.

Die Gedenktafel für die 15 für "Reich und Kaiser" gefallenen Hindenburger Juden wurde in der Synagoge an der Schechestrasse durch den Rabbiner Dr. Saul Kaatz, am 8. Dezember 1923 enthüllt. Die Tafel wurde während des Brandes der Synagoge in der Reichspogromnacht vom 8. auf den 9. November 1938 zerstört. Anfang des Jahres 1931 beschloß der

,,Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Ortsgruppe Hindenburg"

die Errichtung eines Denkmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten aus Hindenburg OS. Es wurde ein Denkmalausschuß gegründet, dem Julian Samter und Eugen Herzka vorstanden. Das Projekt wurde aber nicht verwirklicht.


Die Gedenktafel, die den 24 Mitgliedern des ,,Turnvereins Vorwärts Zaborze" gewidmet war, wurde im von Kurka geführten Vereinslokal an der Kronprinzenstrasse 384 errichtet und am 24. August 1924 enthüllt. Die Feier fand anlässlich des 3-jährigen Bestehens des Vereins statt.

Am 14. September 1924 wurde in der Sporthalle in Borsigwerk die Gedenktafel für die gefallenen Mitglieder des

,,Kriegerverein Biskupitz-Borsigwerk"

enthüllt. Im Juni 1938 wurde sie auf das im Hüttenpark im Borsigwerk errichtete Denkmal versetzt.


Die Gedenktafel der ,,Turnbrüder" der ,,Deutschen Turnerschaft" wurde im Saal des Casinos der Donnersmarckhütte am 11. November 1924 enthüllt.

Ebenfalls im Saal des Casinos der Donnersmarckhütte wurde am 28. September 1925 die Gedenktafel der gefallenen und verstorbenen Angehörigen des ,,Kameradenvereins ehem. Eifer Hindenburg und Umgebung" eingeweiht.

Im Bismarcksaal des Casinos wurde am 11. April 1927 die Gedenktafel der Toten des ,,Gardevereins" enthüllt.


In Eisners Restaurant an der Kronprinzenstrasse 320 wurde eine Tafel für die Mitglieder des ,,Kavalerievereins" Ende November 1927 enthüllt. Stifter war das langjährige Mitglied und der bekannte Kaufmann Wilhelm Czeppan.

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