| Hindenburger Denkmäler und Gedenktafeln bis 1945 Seite 4 |
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Das Denkmal für die 1530 gefallenen Beamten, Angestellten und Arbeiter der Staatlichen Steinkohlenbergwerke Oberschlesiens wurde vor der Bergwerksdirektion an der Kronprinzenstrasse 337 am 17. Januar 1926 enthüllt. Ein Obelisk aus schlesischem Marmor befand sich auf einem zweiteiligen Sockel. Die Gesamthöhe betrug 2 Meter. Im oberen Teil des Obelisk befand sich das Eiserne Kreuz. In der Mitte des Obelisk wurde eine in der Gleiwitzer Gießerei gegossene Bronzetafel angebracht. Auf der Tafel war folgende Schrift angebracht: ,,Im Weltkrieg 1914-1918 / starben den Heldentod / 1530 / Beamte, Angestellte / und Arbeiter / der Staatl. / Steinkohlen-Bergwerke / Oberschlesiens / Ehre ihrem Andenken!". |
Die ersten Informationen über das Projekt eines Denkmals für die 1100 in den Jahren 1914-1918 und 1919-1921 gefallenen Bewohnern der Gemeinde Hindenburg OS entstanden im November 1924. Die Realisierung des Vorhabens überwachte der Denkmalbauausschuss, dem angehörten: Architekt Dr. F. Nitze, Bergbaurat Palm' Gemeindeleiter von Zaborze Dr. Franz Killing, Leiter der Volksschule Nr.4 Johann Mokross und Bergbaurat Arthur Schuberth. Das Denkmal wurde an den zu der St. Franziskus-Kirche führenden Treppen entlang der Kronprinzenstrasse errichtet. Die Weihe erfolgte am 4. Juli 1926. Das vom Architekten Dr Nitze entworfene Denkmal bestand aus einer Mauer, in der Mitte höher als die Seitenmauer, die schräg zur Mitte angelegt war, war. Die Mauer war durch Nischen für sieben Platten abgeteilt, drei in der Mitte und je zwei seitlich. Zur Mauer führten drei Treppen, die das Denkmal von der Bürgersteigebene teilte. In den drei mittleren Nischen befanden sich drei Tafeln, die von Prof. Dr. Kurt Bimler aus Breslau entworfen waren. Er war mit der Eisengießerei in Gleiwitz verbunden, wo die Platten auch gegossen wurden. Die mittlere Platte zeigt die Siegesgöttin Nike, die sich über einen auf dem Boden sitzenden nackten Soldaten mit Helm beugt. Auf der linken Tafel befand sich folgende Widmung: ,,Ihren im Weltkriege 1914-1918 / und in den Grenzkämpfen 1919-1921/im Streite für die deutsche / Heimat gefallenen Helden widmeten / dieses Ehrenmal die Einwohner / der Landgemeinde Zaborze / 4. Juli 1926". Auf der rechten Tafel befanden sich folgende Sätze:
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| Die Namen der 1100 Toten wurde in das ,,Goldene Buch" eingeschrieben. Bereits im Januar 1924 finden wir die ersten Eintragungen über die Absichten der Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges der Gemeinde Klausberg OS (damals noch Mikultschütz). Federführend sollte der Sanitätsrat Dr. Blaschke sein, zumal das Denkmal im Dezember des gleichen Jahres entstehen sollte. Dies war nicht der Fall. Im April 1926 nahm ein Ausschuß für den Denkmalbau die Arbeit auf. Das Projekt sollte der aus Pilzendorf stammende und in Berlin lebende Bildhauer Robert Bednorz anfertigen. Auch dieses Vorhaben wurde nicht realisiert. Erst im Januar 1931 wurde der Standort endgültig bestimmt, und zwar auf dem Platz zwischen der Kraus-, Tarnowitzer- und Verbindungsstraße. Die Enthüllung erfolgte am 6. August 1933. Der aus Nürnberg stammende Bildhauer entwarf es in Form einer niedrigen Mauer, die links nach Norden und im späteren Verlauf nach Westen abbiegt. Auf dem Hauptabschnitt befanden sich fünf Tafeln mit 376 Namen von Gefallenen des Ersten Weltkrieges und drei Toten des Selbstschutzes. Auf den kurzen linken Abschnitt, parallel zu dem Hauptabschnitt' setzte er eine Figur eines liegenden Soldaten. Auf der Wand unterhalb der Figur war folgende Widmung: ,,Die Gemeinde / Mikultschütz / Ihren Heldensöhnen / 1914-1918". Auf der rechten Mauer-Seite setzte W. L. Kraus ein 9 Meter hohes Kreuz mit vier Reliefs und lateinischer Inschrift. Von oben betrachtet stellten diese dar: Pieta' einen knienden Mann, einen stehenden und am Gewehr sich stützenden Soldaten, Eisernes Kreuz. Links der Pieta meißelte man folgende Inschrift ein: ,,IN HOC / SICNO / VINCES" und unterhalb des Eisernes Kreuzes:,,REQUIEMS- /CAT IN PACE". Während der Bauarbeiten wurde auf die Darstellung des knienden Mannes verzichtet, was eine Minderung der Kreuzhöhe zur Folge hatte. Auch die Darstellung des liegenden Soldaten wurde geändert, so daß sein Kopf sich auf der linken Denkmalseite befand. Zwei Treppen führten zu der Platzebene. Von der Verbindungsstraße führten zum Denkmal noch einige Treppen. Nach 1936 änderte man den Namen der Gemeinde von ,,Mikultschütz" in ,,Klausberg". |
| das Modell |
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| Um etwa 1925 beschloß man in Martinau OS (damals noch Rokittnitz) ein Denkmal zu errichten, das den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmet war. Es sollte auf dem Platz vor dem Rathaus plaziert werden, doch diese Pläne wurden nicht realisiert. Im Februar 1932 stellte der ,,Kriegerverein Rokittnitz" das neue Projekt vor, das vom Kreisgartenarchitekten Paul Has1er entworfen war. Im Kreiswald' zwischen Rokittnitz und Miechowitz (später Mechtal) liegend, le~e er einen ,,Heldehnain" an. Die Weihe erfolgte am 17. September 1933. Der auf der rechten Seite der Beuthener Straße, zwischen den letzten Häusern und dem Schießstand, angelegte Wald hatte eine Fläche von etwa 2500 qm. Er bestand aus jungen Birken. Jede Birke war einem Gefallenen gewidmet. Die Namen der Toten waren eingraviert in Steine, die vor der jeweiligen Birke lagen. Ferner allen Gefallenen war ein viereckiges Denkmal gewidmet. Die zentrale Stelle bildete ein aus Stein gemauerter Viererblock' der auf einer dicken Platte (Sockel) aufgestellt war. Den Denkmalabschluß bildete ein Steinstahiheim, der ebenfalls auf einer Platte befestigt war. In die Vorderseite des Vierblocks war eine Gedenktafel eingemauert mit folgendem Schriftzug: ,,Deutsche Helden! / Euer Blut soll nicht umsonst geflossen sein / Die dankbare Gemeinde Rokittnitz!". Hinter dem Denkmal war ein hohes Kreuz plaziert. |
| In Pilzendorf wurde das Gefallenendenkmal um etwa 1936 enthüllt und zwar vor dem Jugendheim an der Feldstraße (derzeit Kirche der Mutter Gottes des Rosenkranzes). Es bestand aus drei Findlingen, die auf einem Steinsockel aufgesetzt wurden. Drei Denkmalseiten waren mit einem Zaun versehen. Auf dem mittleren Stein befand sich das Eiserne Kreuz und darunter folgende Widmung: ,,Den Gefallenen Helden in Dankbarkeit / 1914-1918". Auf dem linken Findling wurde eine Abbildung von Adolf Hitler und auf dem rechten eine von Horst Wessel angebracht. Zwischen den Seitensteinen wurden zwei Wacholderbäumchen und hinter dem mittleren Stein eine Eiche, als Symbol des Tausendjährigen Reiches, gepflanzt. |
Das letzte Denkmal, das in Hindenburg 0S errichtet wurde, war den Soldaten der Kriegsmarine und Kolonialtruppen gewidmet. Er wurde im Skagerrakpark (früher Stadtpark) am 4. Juni 1939 enthüllt. Der Denkmalstifter war die ,Marine-Kameradschaft Vizeadmiral v. Reuter Hindenburg". Das Projekt wurde vom Hindenburger Bild-Hauer Siegmund Mayer angefertigt. Der viereckige Granitblock hatte eine Länge von 260 cm, eine Breite von 120 cm und eine Höhe von 114cm und stand auf einem dreistufigen Sockel. Auf den längeren Seiten waren zwei Schriftzüge, deren Buchstaben in der Gleiwitzer Eisengießerei gegossen waren, befestigt. Auf der Ostseite stand geschrieben: ,,SEEFAHRT IST NOT" auf der Westseite: ,,GEDENKET DER KOLONIEN" . Auf dem Steinblock wurde ein Anker mit dem Teil einer Kette angebracht. Der Anker stammte aus einem Kriegsboot und lag längere Zeit in der Werft von Wilhelmshaven. Von dort wurde er von der Kriegsmarine der Stadt Hindenburg OS übergeben. |